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Tropfen auf dem heißen Stein- Zahnärztliche Pionierarbeit in der Ferne- Dr. Laubach Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Gerhard Laubach-Veröff. Franka Maria Selz   
Freitag, 13. Januar 2012

 

 das_dwlf_team_klein.jpg Ein Bericht zum Mongoleieinsatz 2011 in Möngönmorit von Dr. Laubach
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Mongoleieinsatz 2011 in Möngönmorit sum

Nach 33-jähriger Tätigkeit als niedergelassener Zahnarzt hatte ich das Bedürfnis, einen kleinen persönlichen Beitrag für eine humanitäre Hilfsorganisation zu leisten. Ein kleiner Artikel in der ZM machte mich auf DWLF (www.dentists-without-limits-foundation.org), eine gemeinnützige Institution, die vor allem die Mongolei unterstützt, aufmerksam. Nach 3 kurzen E-Mail-Kontakten über das Wochenende war die Zusammenarbeit beschlossen, wobei mir die Tragweite meines Entschlusses nicht ganz bewusst war. Mir war nur klar, dass schon viele Kollegen an solchen Einsätzen beteiligt waren und dass ich dies wohl auch schaffen sollte. Ich würde also in die Mongolei reisen, um der dortigen Landbevölkerung meine zahnärztliche Hilfe anzubieten. Die Vorbereitungen gingen los mit Lesen, Umhören und Internet-Recherche.

Schnell stellte sich dann heraus, dass die Reisekosten selbst zu übernehmen waren und dass die zahnärztliche Ausstattung vor Ort unvollständig sein würde. Die Teams wurden von DWLF zusammengestellt und der Einsatzort in der Mongolei festgelegt. Während unserer Einsatzzeit waren noch 5 weitere Teams eingeteilt. Drei Wochen vor uns hatten bereits 6 weitere Teams ihre Einsätze an anderen Orten abgeschlossen. Unserem Team wurde Möngönmorit sum („Sieben Reiter"), ein Ort mit ca. 2500 Einwohnern, wie sich später herausstellen sollte, zugeteilt. Die Mongolei ist aufgeteilt in 21 Aimags, die bei uns Bundesländern entsprechen. In den Aimags gibt es unterschiedich viele Sums, die unseren Kreisstädten ähneln. In den Sums gibt es in der Regel auch ein Krankenhaus.

In unserer Gruppe sollte noch ein gleichaltriger Kollege aus Dresden und eine Bekannte von ihm, die aber nur über wenige zahnmedizinische Kenntnisse verfügte und eine zahnmedizinische Assistentin mit Prophylaxekenntnissen aus der Nähe von Kulmbach in Franken teilnehmen. Mir war sofort klar, dass bei dieser Konstellation neben zahnmedizinischen Herausforderungen auch ein reger Erfahrungsaustausch über die unterschiedlichen Lebensbedingen und Lebensläufe von Menschen aus Ost- und Westdeutschland stattfinden würde. Dies war dann auch der Fall und viele interessante Gespräche fanden zu diesem Thema statt. Mir wurde die Gruppenleitung zugeteilt und mir war ziemlich mulmig, da dies ja mein erster Einsatz war. Aber mit Mut stellte ich mich der Aufgabe. Zusammen mit dem Kollegen stellten wir mit Hilfe von Sponsoren und Eigenmaterial eine zahnärztliche Grundausstattung von Hygieneartikeln, Anästhetika, Füllungsmaterial, Endoinstrumentarium, chirurgischen Spezialinstrumenten u.s.w. zusammen. Also einfach alles, was man als Zahnarzt so braucht. Insgesamt hatten wir für die Gruppe 40 kg Übergepäck bei MIAT, der mongolischen Fluglinie, frei, was wir auch gänzlich ausnutzten. Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen Sponsoren bedanken, die uns bei diesem Einsatz zum Teil sehr großzügig unterstützten. Überwiegend stießen unsere Bitten auf offene Ohren. Nur eine Firma, die mit rot-blau wirbt, sah sich nicht imstande, uns ein paar Kinderzahnbürsten zukommen zu lassen. Nach über 170 E-Mail-Kontakten und unzähligen Telefonaten traf sich unsere Gruppe 2 Wochen vor dem Abflug zu einer letzten Absprache und zu einem persönlichen Kennenlernen in Nürnberg.

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Am 14. August 2011 begann unsere Expedition in die Mongolei. Nach siebeneinhalbstündigem Flug kamen wir in Ulan Bator, oder wie es auf mongolisch heißt Ulaanbataar („Roter Held"), an. Von der Mitinitiatorin von DWLF, Tuul Macher, einer Mongolin, die früher in der Mongolei als Chirurgin tätig war, wurden wir in Empfang genommen und zu unserem Hotel in Ulan Bator gebracht. Nach einer kurzen Einführung ging es am nächsten Morgen ganz früh los mit viel Gepäck, gespannten Erwartungen viel  und viel  Enthusiasmus. Der Weg nach Möngönmorit sum führte zuerst über den hoffnungslos verstopften Stadtbereich von Ulan Bator über Schlaglöcherstrassen und zuletzt über ca. 80 km Piste zu dem 180 km von Ulan Bator entfernten Einsatzort. Unsere Spannung steigerte sich mit jedem Kilometer, den wir uns dem Ziel näherten.
Endlich, nach viereinhalbstündiger Fahrt lag es vor uns. Zuerst waren wir überrascht, dass es keine Jurtensiedlung war, sondern dass dieses Städtchen, oder besser dieses Dorf aus Holzblockhäusern und zum Teil auch gemauerten Häusern bestand. Nur wenige Jurten waren zu sehen und die dienten mehr als Nebenunterkünfte. Möngönmorit liegt 1500m hoch. Die umliegenden Berge gehen bis ca. 2000 m. Ansonsten ist die Gegend geprägt durch flache Steppenlandschaft mit vereinzelt stehenden Jurten und viel Viehzucht. Frei weidende Kühe, Pferde und Ziegen so weit das Auge reicht. Die Grundbedürfnisse werden durch zahlreiche Minimärkte befriedigt, Internet Fehlanzeige. Handys sind weit verbreitet und das Hauptkommunikationsmittel. Im Fernsehen gibt es nur mongolische Programme. Man ist ziemlich von der Welt abgeschnitten. Aber es gibt sehr preisgünstige SIM-Karten, mit denen man ganz günstig ins Ausland telefonieren kann. Wir fuhren zum dortigen Krankenhaus, wo uns die einzige und noch sehr junge Ärztin, die gleichzeitig Krankenhauschefin war, empfing und uns einwies. Es waren von 2 mongolischen Zahnärztinnen, die uns bei unserer Tätigkeit unterstützen sollten, bereits 3 Zimmer vorbereitet worden. In 2 Zimmern gab es manuell verstellbare, zusammenklappbare Behandlungsstühle und sogenannte mobile Dentaleinheiten mit Turbinenansatz und Motorantrieb sowie Multifunktionsspritze. Die Absaugung an der mobilen Einheit war zu schwach, so dass eine zusätzliche Absauganlage zur Verfügung gestellt wurde. Im dritten Zimmer sollte Prophylaxe betrieben werden. Es fehlten aber ein Motor und eine Absauganlage. Also war die Zahnreinigung nur mit dem Ultraschallgerät möglich. Die Patienten hielten sich eine Schüssel vor, in die sie von Zeit zu Zeit ausspucken konnten. Trotzdem war unsere Prophylaxeassistentin mit viel Elan dabei und konnte viele Patienten behandeln, so gut es eben ging. Die Zusammenarbeit mit den mongolischen Kolleginnen, die ebenfalls noch sehr jung waren, erwies sich als äußerst angenehm. Die Kollegin, die mit mir arbeitete, hatte ein Baby dabei, das ihr Mann die ganze Zeit über versorgte. Sie ließ sich nie aus der Ruhe bringen und war sehr fleißig, interessiert und immer lag ein Lächeln auf ihren Lippen.
Den Tag unserer Ankunft verbrachten wir damit, uns einzurichten. Außer einem chirurgischen Grundinstrumentarium mit Zangen und Hebeln war wirklich nichts da. Es hatte zunächst geheißen, dass uns Amalgam zur Verfügung stehen würde. Dem war aber nicht so. Uns war ziemlich unwohl. Vor Ort hieß es dann, dass Amalgam seit Mitte 2011 in der Mongolei nicht mehr verwendet werden darf. Würde unser mitgebrachtes Füllungsmaterial ausreichen? Aber unsere Vorräte sollten ausreichend sein und wir konnten bis zum letzten Tag unsere Patienten versorgen, wenn wir auch manchmal improvisieren mussten und z.B. die mitgebrachten Speichelsauger halbierten. Nur das Lokalanästhetikum wurde wirklich knapp und zum Schluss blieben noch 20 Ampullen übrig.

Wir waren gespannt auf den nächsten Morgen und die Patienten, die kommen würden - oder auch nicht?

Wir wurden in einem Ger, das ist eine mongolische Jurte, untergebracht. Das heißt, dass wir, also 2 Frauen und 2 Männer, 2 Wochen lang gemeinsam in diesem Ger lebten. Es gab einen Raum im Krankenhaus, wo wir Katzenwäsche betreiben konnten. Warmes Wasser gab es nicht. Wir hatten jedoch einen Wasserkocher dabei, so dass wir uns eine ausreichende Menge an temperiertem Wasser herstellen konnten. Es hätte in Möngönmorit eigentlich eine öffentliche Dusche geben sollen, aber es war niemand erreichbar, der dafür zuständig war. Eine Toilette gab es nicht, dafür 2 dreiteilige Aborthäuschen mit Abtritt, wobei ein Häuschen speziell für uns noch eingerichtet worden war. Diese Aborte wurden vom Klinikpersonal, Patienten und zum Teil auch von Leuten aus der Nachbarschaft benutzt. Der Geruch war für unsere mitteleuropäisch geprägten Nasen anfangs unerträglich. Zum Schluss hatten wir uns aber daran gewöhnt. Wir wurden von der Köchin des Krankenhauses versorgt, wobei sie sehr gerne unseren Wünschen entsprach und auf unsere Vorsichtsmassnahmen einging. Mit dem Grundsatz cook it, boil it, peel it or leave it kamen wir während des gesamten Aufenthalts mehr oder weniger ohne Probleme durch. Trinkwasser und Wasser zum Zähneputzen stand ausreichend in der Klinik und in den zahlreichen Minimärkten im Dorf zur Verfügung. Außerdem hatte jeder von uns eine Notration an Lebensmitteln von zuhause mitgebracht. Unsere Prophylaxeassistentin, eine Vegetarierin, hatte es im "Fleischland" Mongolei nicht einfach, aber auch sie schaffte es, sich zufriedenstellend zu ernähren.

Nun zu unserem ersten Arbeitstag. Unsere Sprechstunde sollte um 9 Uhr beginnen. Als wir ab 8 Uhr unser "Badezimmer" in der Klinik nach und nach aufsuchten, mussten wir uns den Weg zwischen wartenden Patienten bahnen. Sie waren aus der Umgebung teilweise stundenlang  mit Auto, Motorrad oder Pferd angereist und an manchen Tagen schon um 5 Uhr da, um ja einen Termin zu bekommen. Das Gedränge vor den Behandlungszimmern und der entsprechende Lärmpegel auch mit schreienden Kleinkindern waren entsprechend hoch. Wir waren die ganzen 2 Wochen nie arbeitslos, es sei denn wir hatten Stromausfall. Zweimal wurden Generatoren eingeschaltet, damit wir arbeiten konnten. In der letzten Woche fiel auch noch das Wasser aus, weil zunächst die Pumpe defekt war. Nach der Reparatur der Pumpe wurde festgestellt, dass das Wasserreservoir auch noch leer war. 4 Tage später kam dann das Wassertankfahrzeug und füllte das Reservoir auf und alles funktionierte wieder wie gehabt. Es brach aber nie Panik aus und die Menschen trugen alle Unannehmlichkeiten mit Fassung und einem Lächeln, so auch wir.

Der Zustand der Gebisse war überwiegend desolat. Kinder und Erwachsene mit manchmal komplett durch Karies zerstörten Zähnen prägten das Bild. Vor allem die Situation bei Kinder mit verfaulten Milchgebissen war schockierend. Die parodontale Situation mit Altersparodontitis aber auch früh beginnender Parodontitis fiel ebenfalls auf. Es blieb nichts anderes übrig, als wie bei einem Katastropheneinsatz Prioritäten zu setzen, da wir unmöglich allen Patienten umfassend helfen konnten. Wir extrahierten in den 2 Wochen zusammen 400 Zähne, legten 420 Füllungen und versorgten 5 Patienten an Frontzähnen endodontisch, so gut es ging. Die Patienten und vor allem auch die Kinder waren sehr tapfer. Die Kinder kamen mit der Mutter ins Behandlungszimmer, wobei die Mutter das Zimmer dann wieder ganz selbstverständlich verlies, ohne dass wir sie dazu aufforderten. Anfangs, als wir noch keinerlei mongolische Sprachkenntnisse besaßen, hatten der Dolmetscher und die mongolische Kollegin, die quasi meine Helferin war, die Hauptarbeit der Kommunikation zu leisten. Nach ein paar Tagen stellte es sich aber heraus, wie viel ein paar Wörter der Landessprache ausmachen können, um Kontakt zur Bevölkerung zu bekommen. Ein fröhliches Sän bän oh für Hallo, Bayartä für Tschüss, Angai für Mund auf, Haz für Mund zu und Dossla für fertig halfen uns viel. Ansonsten war unser Dolmetscher, der von uns bezahlt worden ist, eine sehr große Hilfe. Er war schon in Deutschland, hatte da bereits ein Semester studiert und sprach sehr gut Deutsch. Aber nicht nur das. Er organisierte auch vor Ort alles für uns, führte Telefonate und umsorgte uns die ganze Zeit mit enormem Einsatz. Ohne ihn wären wir hilflos gewesen. Tukso sei gedankt.

Aber nicht nur Tukso ist zu danken, sondern auch der sehr liebenswerten und im 7. Monat schwangeren Krankenhausleiterin, die mit ihrem Personal die zusätzlichen Umtriebe im Krankenhaus zu bewerkstelligen hatte. Wir wurden nicht nur essensmäßig umsorgt, sondern an dem ersten freien Wochenende wurde auch ein Ausflug mit Zeltübernachtung, wobei wir vier nochmals näher zusammenrücken mussten, am Fluss Kherlen organisiert. Am Lagerfeuer wurde tüchtig gesungen, mongolisch und deutsch abwechselnd. Es gab noch einen Besuch bei einem Viehzüchter, der uns mit seiner Familie und den Nachbarn großzügig bewirtete und uns alles auftischte, was es an mongolischen Köstlichkeiten gibt. Wir genossen Buuz, das ist mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen und Khorghog, ein Festmahl, wobei das Fleisch am offenen Feuer mit heißen Steinen zubereitet wird. Boortsog sind ausgebackene gesüßte Teigstücke. Milchtee ist obligatorisch und wird in großen Thermoskannen serviert. Das ist einfach Schwarztee, dem Milch zugefügt wird. Airag, die berüchtigte vergorene Stutenmilch ist viel weniger schlimm, als ich befürchtet hatte. Sie schmeckt leicht säuerlich und ist erfrischend. Allerdings habe ich auch nur davon genippt. Milchschnaps wurde uns ebenfalls gereicht. Er schmeckte relativ neutral. Der Alkoholgehalt ist allerdings ziemlich niedrig und liegt bei ca. 10%. Dreimal machte die Schale die Runde. Es gehört sich, dass man mittrinkt und wir haben nicht gekniffen. Es ist üblich, sich für die Gastfreundschaft mit Wort und Tat zu bedanken. Es gab die Willkommensrede des Gastgebers, unsere Dankesrede und reichlich Gastgeschenke von uns, die wir von zuhause mitgebracht hatten. Auf einem ehemaligen Rennpferd durften wir eine kleine Runde reiten, wobei uns die Gastgeberin führte. Es entwickelte sich ein herzliches Verhältnis und wir trafen den Hausherrn nochmals in Möngönmorit wieder.

Es war kühler in Möngönmorit als wir erwartet hatten. Vor allem die Nächte mit knapp über 0 Grad waren zum Teil so unangenehm, dass in der Jurte eingeheizt werden musste. Von den sprichwörtlich zornigen Winden der Mongolei blieben wir verschont. Wir genossen den einmalig klaren Sternenhimmel. Selten habe ich die Milchstrasse so klar gesehen.

Schon nach dem ersten Tag war uns klar, dass die rein zahnärztliche Tätigkeit, die sowieso nur einen Tropfen auf den heißen Stein sein konnte, zu wenig war. Da es in Möngönmorit keine fest eingerichtete Zahnstation gibt und nur sporadisch ein mongolischer Zahnarzt aus dem nächstgelegenen Sum, einem Bergwerkstädtchen vorbeikommt, waren komplette Sanierungen relativ selten. Es war ganz offensichtlich, dass der Bevölkerung in unserem Dorf der Zusammenhang zwischen Zahnpflege, Ernährung und Karies nicht bekannt war. Ganz auffällig war der hohe Konsum von Süßigkeiten und gesüßten Getränken, der speziell in Möngönmorit die Hauptursache für die floride Karies sein dürfte. Wir klärten die Patienten so gut es bei der hohen Patientenfrequenz ging auf und initiierten zusammen mit der Krankenhausleiterin im Gemeindezentrum einen Vortrag zum Thema Kariesvorbeugung, zu dem leider nicht so viele Zuhörer/innen kamen, wie wir gehofft hatten. Vor allem erschienen keine Lehrer/innen und Kindergärtner/innen, die als Multiplikatoren wichtig gewesen wären. So blieb diese Anstrengung nur ein Versuch. Es gab dennoch viel Beifall und Anerkennung und ich bekam einen Wimpel und eine Modezeitschrift als Dankeschön. Man organisierte zu unserem Abschied ein gemeinsames Abendessen in einer für uns reservierten Gaststätte, wobei für uns ein Schaf geschlachtet wurde. Die Krankenhauschefin bedankte sich sehr herzlich für unsere Hilfe und wir dankten für die große Gastfreundschaft und die Unterstützung, die wir bei unserer Arbeit erfahren durften.

Nach unserer Rückreise nach Ulan Bator in einem Jeep, der eigentlich nur für 5 Personen zugelassen war, den wir aber einschließlich reichlich Gepäck zu sechst befuhren, genossen wir die erste Dusche nach 2 Wochen in unserem Hotel. Am nächsten Tag fand eine Fernsehpressekonferenz statt, bei der unser Einsatz durch den DWLF- Präsidenten vorgestellt wurde und jeder der Gruppenleiter in einem kurzen Statement die besondere Bedeutung der Vorbeugung gegen Karies hervorhob.
Bei einem anschließenden Empfang im Gesundheitsministerium bedankte sich der Staatssekretär für unsere Arbeit und zeichnete die Initiatoren von DWLF, Kollegen Claus Macher und seine Frau Tuul sowie den Kollegen Schlichtenhorst, der neben anderen humanitären Einsätzen nun auch schon den dritten Einsatz in der Mongolei geleistet hatte, mit Verdienstorden aus.

Wir beendeten unseren Einsatz mit dem einerseits guten Gefühl, alles gegeben zu haben, aber auch mit dem Eindruck, dass in der Mongolei und da vor allem im ländlichen Bereich noch viel Basisarbeit geleistet werden muss, damit die nächste und vielleicht auch erst die übernächste Generation die Chance erhält, dass Kinder wie bei uns in Deutschland kariesfrei aufwachsen können.

 
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