|
Nürnberg, den 7.6.11
Zur Erinnerung. Das Thema war: 1.) Arbeitsurlaub in der Mongolei 2.) Neue DWLF Projekte in den Neuen Ländern im Jahre 2011/12
An diesem sehr warmen Sonntag hat sich die Stadt Berlin etwas Originelles einfallen lassen: die Innenstadt war von 11.00Uhr bis 14.00Uhr gesperrt, da diese für die drei Stunden ca. 250 000 Fahrradfahrern übergeben wurde. So war eine Anreise zu dem Seehotel nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.
So wie hier Dr. Wolfgang Credner und
die Geschäftsführerin Tuul in der S Bahn.
Viele riefen an, dass ein Durchkommen kaum möglich sei. Daher fingen wir mit 30 minütiger Verspätung an.
Nach den Begrüßungsworten erzählte der Zahnarzt Herr Dr. Mattias Richter mit einer auf die Zuhörer überspringenden Begeisterung von seinem Geburtstagswunsch zu seinem 50-sten. : In der Mongolei auf seinem Fachgebiet zu helfen.
Seine Bilder zeigten die vielen schönen Erlebnisse mit den Nomaden im Jahr 2010 und er erzählte von seiner harmonischen und effektiven Gruppenarbeit, die sehr von der Bevölkerung geschätzt wurde, der guten Zusammenarbeit mit der einheimischen Zahnärztin und den schönen Ausflügen, die der Bürgermeister organisiert hatte.
Dabei wurde deutlich, dass für viele diese Fahrt in die "unbekannte Mongolei" mit einer Ungewissheit und einer kleinen Angst belegt ist, die jeder hat, der sich einmal selbst entschließt, in unbekannten Ländern zu helfen.
Doch jedem Neuen wohnt auch ein Zauber inne; Dr. Richter berichtete davon und konnte viele Fragen beantworten, so dass diese ferne Mongolei dann eben doch nicht mehr so fern und fremd war.
Der Stifter Dr. Claus Macher erzählte von der Historie der Stiftung und wie seine Vision auf fruchtbaren Boden fällt: Die enorm ansteigende Zahl der aktiven HelferINNEN aus der Kollegenschaft in den letzten 2 Jahren. Wie die Begeisterung von anfänglich wenigen KollegenINNEN eine Feuer entfachte, das viele Helfer ansteckte. Über 800 KollegenINNEN haben sich für die Arbeit näher interessiert und schon über 400 Kollegen besitzen den DWLF Ausweis. Inzwischen bieten Kollegen nicht nur aus Deutschland sondern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ihre Mithilfe an: aus der Schweiz und auch aus Österreich. Von den immer weiter steigenden täglichen Zugriffszahlen auf die Homepage von DWLF im Internet und dass man die anfänglich als "Deutsche Stiftung" bezeichnete besser als "Europäische Stiftung" bezeichnen sollte. Denn nach den Vorstellungen des Stifters sollen auch die anderen nicht Deutsch sprechenden europäischen Staaten mit ins Boot. "Früher habe ich mich für Aktienkurse interessiert - heute sind die Zugriffszahlen für mich relevant" Er zeigte die Unterschiede auf zwischem dem Denken einiger Polititiker und DWLF: "Entwicklungshilfe muss nicht unmittelbar der Wirtschaft des Geberlandes nützen. Für DWLF steht im Zentrum des Denkens der mittellose Mensch, der leidet. Dieser ist in erster Linie in den benachteiligten Ländern zu finden. Diese müssen eine Chance haben, sich entwickeln zu können. Denn diese Länder sind wunderschön und es ist nicht einzusehen, dass man dort nicht mit Zukunftsperspektiven in Würde leben können soll. Keiner verläßt sein Heimatland, seine Familie und Freunde ohne Not, um einem ungewissen Schicksal in einem der reicheren Länder entgegen zu gehen. Deshalb wollen wir persönlich auf unserem Fachgebiet einen Beitrag dazu leisten: unseren Zehnten in Eigenleistung an Bedürftige geben, als Dankbarkeit für unser eigenes gutes Schicksal. Damit das Leben in diesen Ländern für alle lebenswert wird und jeder Hoffnung auf eine Besserung und Perspektiven haben wird. Dabei sind die Bildungsmöglichkeiten und das Lernen ein wichtiger Faktor - wer aber kann schon mit Zahnschmerzen lernen? Hier können die in der Zahnmedizin Tätigen einen wichtigen Beitrag leisten und DWLF hilft diesen durch Information und Organisation.
Wir wollen nicht auf die Politiker warten, von denen viele jetzt erst beginnen, sich vermehrt über eine neue und vernünftigere Weltwirtschaftsordnung Gedanken zu machen. Wir machen jetzt etwas und sind davon überzeugt, dass es keine ehrlichere Entwicklungshilfe gibt, als die persönliche auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Alle Menschen werden Brüder - so heißt doch der ursprüngliche Text der Europahymne aus der 9. Symphonie von Beethoven - für die Helfer mit dem DWLF Ausweis sind das keine theoretischen Worthülsen."
Auch von der positiven Resonanz bei der Dental- und Prophylaxeindustrie, die wie z.B. Oral B die Ziele von DWLF mit Spenden kräftig unterstützt, erzählte er, und davon, dass der eigentliche Anlass nach Berlin zu kommen, eigentlich die Notwendigkeit war, über 15 von Dr. Dieter Lehmann gepackten Kartons zu MIAT zu fahren, die die mongolische Fluggesellschaft kostenlos für DWLF in die Mongolei fliegt. Der Inhalt: Material für den Grosseinsatz Mongolei 2011, zu dem über 60 ehrenamtliche Helfer die Informations- und Organisationshilfen von DWLF in Anspruch nehmen. Daraus entstand die Idee der Informationsveranstaltung und daraus resultierte auch die kurzfristige Ankündigung.

Auch berichtete er davon, dass das effektive Konzept der "DWLF Mobil Dental Clinic" (DMDC) jetzt verstärkt besonders in den Großflächenstaaten verfolgt wird.
Davon, dass Indien, Nepal und Sri Lanka mit den DMDC aufgerüstet werden und dass in Namibia noch dieses Jahr gearbeitet werden kann.
Die Philipinnen und noch ein anderes Land in Afrika - vorraussichtlich Ruanda - werden in 2012 realisiert.
Der harte Kern aus der Region Berlin blieb dann noch bis fast 16.00 Uhr. Für 17.00Uhr haben sich noch ein Kollege und seine Frau aus Leipzig angekündigt. Man traf sich in einem Bayerischen Biergarten am Wannsee. Große Enttäuschung:
"Wir haben keine Berliner Currywurst - wir haben nur bayerische Spezialitäten. Weisswürste können Sie haben" Nein Danke, nach Bayern fuhr man selbst noch diese Nacht. Eine Stunde nach Mitternacht war man wieder in Nürnberg...... zu früh für Weisswürste...
von Tuul Sodnompil
Hier die ursprüngliche Ankündigung:
DWLF Informationsveranstaltung Themen:
1.) Arbeitsurlaub in der Mongolei 2.) Neue DWLF Projekte in neuen Ländern im Jahre 2011.
Um Rückmeldung in der DWLF Geschäftsstelle wird gebeten.
Wir würden uns freuen, wenn Sie trotz der Kurzfristigkeit zu dem Termin der Informationsveranstaltung kommen könnten.
Datum: Sonntag, den 5.6.2011 von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Treffpunkt: 14057 Berlin- Charlottenburg
Ringhotel SEEHOF, Litzenseeufer 11, Saal Wintergarten (gut zu erreichen mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln), Tel. 030-32002-0
Es können Speisen und Getränke serviert werden.
Ein Mitglied der mongolischen Botschaft aus Berlin wird ein Begrüßungswort an die ehrenamtlich arbeitenden Zahnärzte richten, die im Sinne von DWLF arbeiten.
Dies ist ein Beitrag der europäischen Zahnärzte für die Völkerverständigung und Hilfe für die benachteiligten, zahnärztlich unterversorgten und armen Gebiete in verschiedenen Ländern - in diesem Fall in der Mongolei.
DWLF hat seit 2007 in jedem Jahr geholfen, Hilfseinsätze in der Mongolei mitzuorganisieren und dort Zahnstationen zu erstellen und zu finanzieren, damit überhaupt gearbeitet und geholfen werden kann.
Die Dankbarkeit der Bevölkerung, der mongolischen Parlamentarier und der Anklang in der Öffentlichkeit ist riesig, das zeigt sich vor allem darin, dass allein letztes Jahr zu einem Pressetag 9 mongolische Fernsehsender und 15 Zeitungen ihre Reporter und Kamerateams sandten und deren Berichte brachten.
2010 waren insgesamt 45 DWLF geprüfte Helfer aus Europa in 10 Sums von 6 Aimags im Einsatz.
Dabei wurden in bevorzugt unterversorgten armen Gebieten über 6000 Patienten behandelt und versorgt.
2011 werden es insgesamt 62 Helfer aus Europa aus dem deutschsprachigem Raum sein, die zusammen mit den mongolischen Kollegen in die entlegenen Gegenden (in 13 verschiedenen sums in 7 aimags) ehrenamtlich tätig werden. Die DWLF Helfer zahlen sogar Ihre Flüge selbst! Die Arbeit wird sowohl in von DWLF geplanten und finanzierten tragbaren DWLF Zahnkliniken und festen Zahnstationen geschehen, wobei 2011 fünf neue feste und 3 mobile Zahnkliniken (in Töv aimag-Erdensant sum, Dornogobi aimag-Sainshand sum und Uni-Zahnklinik in Ulaanbaatar.) dazugekommen sind.
Wir werden versuchen, noch jemanden vom Deutschen Auswärtigen Amt und von der Presse aktivieren. So würde die immer größer werdende Hilfsbereitschaft der europäischen Zahnärzte und Ihre nicht alltägliche und effektive direkte Hilfe auf Augenhöhe für die benachteiligten Länder einen würdigen Rahmen finden.
Dr. Matthias Richter hält einen Vortrag mit Bildern von seinem Einsatz 2010 in Zezerleg sum in Archangai aimag
Wir würden uns sehr freuen, die neuen Einsatzteilnehmer persönlich kennenzulernen und die erfahrenen Teilnehmer früherer Einsätze wieder einmal zu treffen! Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung, Tel. 0911-5309 545 oder 0176-6467 7896.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Claus Macher - Präsident der Stiftung
Tuul Sodnompil - Geschäftsführerin von DWLF
Cony Deuerlein - stellvertretender Geschäftsführer
|