|
 DWLF Gruppe vor dem Viktoria-Wasserfall Arbeitsurlaub in Sambia - zweites DWLF- Team in Siavonga  Gruppenleiter Dr. Dietmar Geymeier
Wir, das zweite DWLF-Team in Sambia, bestehend aus Dr. Dietmar Geymeier, Meike Sollich, Veronika Hirschinger und Alexander Venetz, verbrachten im August 2010 drei Wochen in Siavonga. Im dortigen Distrikt Hospital konnten mit Hilfe der DWLF im Vorfeld zwei neue Behandlungseinheiten in Betrieb genommen werden......
.......Unsere Aufgabe war es, die fünf sambianischen Dental Therapists (DT) im Umgang mit den Behandlungseinheiten vertraut zu machen und in zahnmedizinischen Behandlungsabläufen zu schulen.
Untergebracht waren wir mitsamt unseren Angehörigen in der Sandy Beach Lodge des sambianischen Projektmanagers Herman Striedl. Die Lodge ist ca. 15km von Siavonga entfernt und direkt am Kariba-See gelegen. Der dazugehörige Pool, der Palmenstrand und die umfängliche Versorgung durch Herman Striedl, seine Frau und den Angestellten der Lodge vermittelten uns sofort ein Urlaubsgefühl und ließen keine Wünsche offen. So sorgte Herman dafür, dass dieser „Arbeitseinsatz" für uns unvergesslich wurde und organisierte für uns zahlreiche Ausflüge. So flogen wir mit einer gecharterten Propellermaschine von Siavonga nach Livingstone und konnten die Victoria-Fälle aus der Luft bestaunen (und wirklich jeder versicherte uns: ein Besuch in Sambia ohne die Viktoria-Fälle ist unvollständig!), einen aufregenden Vormittag im Nationalpark verbr ingen und unter den Vic-Falls duschen.
Die Zusammenarbeit mit den Dental Therapists im Hospital erwies sich als äußerst produktiv. Das theoretische Wissen über eine Vielzahl von Therapien war vorhanden, leider werden die Dental Therapists im Alltag zu einem überwiegenden Anteil mit tief zerstörten Zähnen konfrontiert und extrahieren daher souverän jeden Wurzelrest. In der Anwendung anderer Therapien fehlte es ihnen an Übung, aber unter unserer stetigen Anleitung und Führung und mithilfe der reichhaltigen Spenden konnten sich die sambianischen Kollegen in den drei Wochen in Kariesexkavation, Präparationsregeln für Füllungstherapie, Legen von Kompositrestaurationen im Front- und Ketacrestaurationen im Seitenzahnbereich und Abszesseröffnung fortbilden. Um möglichst nachhaltig zu arbeiten konzentrierten wir uns darauf, die DT in der Klinik behandeln zu lassen und selber zu assistieren und ggf. Hilfestellungen zu geben.
Ebenfalls erhielten sie eine Unterweisung in Sterilisation und Desinfektion, im Röntgen in der Paralleltechnik mittels Halter und im Legen von Anästhesien im OK und UK. Großes Interesse zeigten sie an Wurzelkanalbehandlungen. Hier beschränkten wir uns darauf, ihnen die Wurzelkanalbehandlung an Frontzähnen und Prämolaren und die anschließende postendodontische Versorgung mit Komposit beizubringen.
Eine Versorgung mit Kronen im Seitenzahnbereich ist in Sambia derzeit nicht möglich, daher bleibt die Extraktion von tief zerstörten Molaren zumindest mittelfristig unausweichlich. Das Arbeiten mit den sambianischen Kollegen war mit sehr viel Spaß und Freude verbunden und es entstanden neue Freundschaften, so dass wir uns alle vorgenommen haben, erneut nach Afrika zu reisen.
Ergänzend zur Arbeit in der Klinik rückte unser DWLF-Team in Begleitung der Dental Therapists zu zwei mehrtägigen Outreaches aus, bei denen die vorhandenen zwei mobilen Behandlungseinheiten Anwendung fanden. Jedoch zeichnete sich sowohl beim Einsatz in Lusitu als auch in Mumbwa das gleiche Bild wie in Siavonga ab: Extraktionen.
Der Einsatz in Mumbwa ging auf die Einladung durch Dr. Brian Chituwo zurück, Parlamentsmitglied und sambianischer Minister für Technologie und Wissenschaft.
Dr. Chituwo sagte uns für zukünftige Einsätze oder gar ein Engagement der DWLF in Mumbwa seine volle Unterstützung zu. Im Rahmen des Einsatzes in Mumbwa war auch die sambianische Presse anwesend, in einem abendlichen Nachrichtenbericht wurde unser Einsatz überaus positiv beurteilt.
Neben den arbeitsbezogenen Erlebnissen ermöglichte es uns unser Herbergsvater Herman auch andere Seiten von  Dr. Geymaier mit dem Paddelboot auf Elefantenjagd Sambia kennenzulernen. Er zeigte uns alle Sehenswürdigkeiten in der Nähe Siavongas, von den heißen Quellen bis zum Verlauf des Sambesis hinter der Staumauer und den einheimischen Tieren wie Krokos, Baboons und Hippos. Darüber hinaus organisierte er für uns gleich drei eindrucksvolle und erlebnisreiche Besuche in verschiedenen Nationalparks.
Wir bestaunten Elefanten, Affen, Giraffen, Zebras, Impalas und viele weitere afrikanische Tiere in freier Wildbahn im Mosi-oa-Tunya-Nationalpark und dem Kafue-Nationalpark und zelteten nahe des Lower-Sambezi-Nationalpark direkt am Ufer des mächtigen Stroms.
Wir möchten auf diesem Wege sowohl der DWLF als auch Herman noch einmal für dieses einmalige Erlebnis danken und wünschen allen späteren  Reitstunden auf dem Hypo möglich? Teams einen ebenso schönen und unvergesslichen Aufenthalt!
 Dem DWLF Team und den einheimischen DT´s fällt der Abschied schwer
Siavonga im August 2010
|