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Trishuli / Nepal - Ein aussergewöhnlich informativer Bericht - Was mitnehmen? / Feb. 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Somsak Sakulsurarat und Dr. Patrick Schöne   
Samstag, 13. Februar 2010
s11_k_kathmanduokt.2009.bodhnath.jpgDiese Briefe sind hilfreich für Helfer, die noch nicht auf den Spuren von DWLF in Nepal gewandelt sind.
Die Bilder werden in den Text eingefügt, sobald diese der DWLF Geschäftsstelle zugehen.
Diese Schilderung besteht aus 2 Teilen: einem Bericht von Dr. Somsak Sakulsurarat   Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  und einem ergänzenden  danach von Dr. Patrick Schöne   Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können    
Sollte eine Diskussion erwünscht sein, bitte ich dafür unser "Forum" zu benutzen, da dies für alle, die zum inneren Bereich zugelassen sind, zugänglich ist und jeder an der Diskussion teilnehmen kann.

Die Hygiene steht an erster Stelle, da Zahnärzte viele Infektionskrankheiten weitergeben können. (Hepatitis A-C etc.). Daher müssen die Zangen stets sterilisiert und nicht nur desinfiziert werden und eine Anästhesiekarpule darf niemals aus Sparsamkeit an 2 Patienten verwandt werden, wie wir es schon öfter gesehen haben. 
14.2.10 C.M.


 

Stand: Februar 2010

Ausführlicher Bericht mit vielen praktischen Hinweisen von: 
Dr. Somsak Sakulsurarat
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Sehr geehrter Herr Kollege Macher!
Wie vorher angekündigt berichte ich Ihnen von unserem Aufenthalt und unseren
Erfahrungen aus Trishuli (Zahnstation) vom 23.10.09 bis 19.11.09.

Wir haben  etwa 2 Wochen aktiv mit der Dental Station in Trishuli zusammen
gearbeitet.........


s01_k_kathmanduokt2009.jpg.............. und nebenbei auch die wunderbare abwechslungsreiche   s02_k_kathmanduokt.2009.jpg dortige
Kultur hautnah erleben können. Insgesamt waren wir zufrieden mit unserem
Aufenthalt in Nepal. Folgender Bericht erläutert unsere Erfahrungen vor und
während  des Aufenthalts in Nepal. Vielleicht kann er unseren
Nachfolgern/innen bei der Vorbereitung der Reise und dem Aufenthalt                                                               s04_k__hamalayasalzmarktkathmandu.jpg
behilflich sein.s03_k_marktkathmandunov09.jpg

Vorarbeit in Deutschland:

1)Visum beantragen bei der nepalesischen Botschaft in Berlin (
www.nepalembassy-germany.de);
-Antragsformular vom Internet herunterladen, ausfüllen und mit gültigem
Reisepass per Post zusenden und aktuelle Visagebühr von 35 Euro überweisen,
2 Wochen abwarten evtl. nachhaken ( anrufen).
2) Flug Ticket per Internet buchen (www.traveltopia.de)
3) Traveller Checks in Euro bei der Bank kaufen.( Bargeld -Abholen  durch
ATM mit Visa in Trishuli funktioniert auch gut!)
4) Reiseführer kaufen ( z.B. Lonely Planet Nepal( Englisch) und Nepal von
Nelles Verlag (Deutsch)
5) Ins Englische übersetzte Unterlagen für die Arbeitserlaubnis in Nepal:
s05_k_satusaufdemdurbasquare.jpg- Certificate of Good Standing in Englisch von der Landeszahnärztekammer   s06_k_zahnarztinkathmandu.jpg  
ausstellen lassen
- Zahnärztliche Approbation in Englisch.
- Kopie personale Ausweis der Zahnärzte ohne Grenze.
- Übersetzung des Diploms für Zahnmedizin ( Universität Diplom)
- Kopie des Reisepasses mit Visastempel
6. Antrag am bestens direkt zum Büro der Dentists without Limits senden.

In Nepal:

7. Man muss  persönlich bei dem Medical Counsils in Kathmandu am Sonntag (
Sonntag ist in Nepal ein normaler Arbeitstag ) erscheinen und eine Gebühr
von ca 35 Euro bezahlen.

In meinem Fall war laut Ramesh niemand in der Behörde , sodaß wir uns
s07_k_privatezahnarztpraxisintrishulinov.09.jpgs09_k_kathmandunov.09.jpgentschieden, ohne Genehmigung in das Projekt zu fahren. Hätten wir besser
eine Woche warten sollen???

Per E-Mail mit Herrn Ramesh ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können )Termin
verabreden und  Ankunftszeit in Kathmandu mitteilen.

8) Zimmer bei Herr Ramesh in Trishuli buchen ( pro Person 35 Euro/pro Woche
bei Doppelbelegung und 25 Euro proWoche pro Zimmer bei Einzelbelegung. Es
gibt 2 Mahlzeiten morgens und abends inklusive. Die Mahlzeiten sind im
wesentlichen ves10_k_kathmanduokt.2009ohnekomentar.jpggetarisch und recht einfach. Auch das ist eine interessante
Erfahrung. Wer darau verzichten möchte sollte spezielle Essens-     s13_k_vajirahotelkathmandu2.jpgWünsche mit
Herrn Ramesh abklären
( Mehrkosten-Vereinbarung auf Wunsch möglich).Es wird empfohlen pro Gruppe
mindestens 50 Euro als Anerkennung dazu zu geben.
9) In Kathmandu empfehle ich (und auch andere ZA) das Hotel Vajra ). Buchung
per Internet im voraus möglich. Rabatt verlangen ( 20 % in der Hochsaison
und bis 40% außerhalb der Hochsaison.

Reiseberichte

Wir sind am 23.10.09 mit der Gulfair nach Bahrain (Zwischenlandung mit
Übernachtung in 2 Sterne Hotel) geflogen, Am nächsten Tag dann nach                  
Kathmandu. Der Flug war insgesamt in Ordnung, ziemlich neues                                                        s17_k_schlafzimmervajirahotel.jpg
Flugzeug(Airbus) mit individuellen Bildschirm am Sitzplatz.

Wir haben am Flughafen von Kathmandu gleich etwas Bargeld getauscht ( im
Bereich der Pass- Kontrolle, 2% Kommission ). Wir sollten vom gebuchten
Hotel Vajira abgeholt werden, aber es kam niemand, so dass wir auf eigene
Faust mit dem Taxi  für 600 Rupee (etwa 6 Euro) zum Hotel Vajra gefahren
sind.

Der erste Eindruck vom Hotel Vajra war super. Das Hotel ist Mischung aus
westlicher und einheimischer Architektur. Es gibt einen alten Gebäudeteil,
einen nachgebaus19_k_relegisezeremonybeipatannov09.jpgten mittleren Teil und einem ziemlich neuen, großen `New
Wing'. Das Hotel ist im tibetischen Stil dekoriert mit einer schönen
Mischung aus Bildern hinduistischer Götter und Buddhas (Symbole des
Hinduismus und Buddhismus werden in Nepal von beiden Glaubensgruppen
geehrt).
Das Hotel liegt in einem schönen Garten, sodass wir das Gefühl hatten im
Urwald zu sein (Große alte Vegetation mit vielen Vögelarten) zentrumsnah in
Kathmandu. Der Kontrast zum teils chaotischen, verkehrsreichen, staubigen
und lärmendem Stadtzentrum war groß und wir genossen diese Oase mit seinen
im tibetische Stil dekorierte Zimmern. Das Hotel war und ist beliebt bei
Künstlern, Schriftstellern und Lernenden als Langzeitaufenthalt, da es über
eine Gutsorientierte Bibliothek mit Büchern in verschiedenen Sprachen und
alten Schriften des tibetisch buddhistischen Sutra verfügt.
s21_k_strassekathmandutrishuli.jpgWir haben in einem 2 Bett- Zimmer mit Toilette/Dusche für 27 Euro/ pro
Zimmer ( 20% Rabatt)  gewohnt.
Tipps: für  ca. 33 Euro kann man einen sogenannten `Super Room` erhalten,
was sicherlich auch nicht verkehrt ist.
Hotel ist vom Preis-Leistung-Verhältnis und Service here sehr
empfehlenswert! Außerhalb der Hochsaison kann man bis zu 40 % Rabatt
bekommen. In der Regel 20 % Rabatt bei Buchung per Internet (www
.vajrahotel.com <http://WWW.vajrahotel.com>)

Wir haben in Kathmandu vor der Arbeit in Trishuli 1 Woche Urlaub gemacht und
uns viele kulturell interessante Orte angesehen, wie z.B.  Durbar Square in
Kathmandu, Patan, Bothnath, Swayambhunath, Pashupatinath und sind last but
not least natürlich auch in Thamel mitten in Kathmandu zum bummeln,
einkaufen und essen gewesen.

Tipps für Kathmans22_k_trishuliokt.09.jpgdu;

1) Atemgesichtsmaske mitbringen ( da außerhalb der Regenzeit die Strassen
sehr verstaubt und chaotisch sind).
2) Beim Erkunden der Thamel-Gegend ist Vorsicht ! geboten! Es gibt keine
Fußwege! Autos, Motorräder Rikshaws, Menschen alles in kleinen Gassen. die
Taxis, Motoräder fahren wie der Teufel, aber irgendwie machen sie das gut!
Für Fußgänger gilt: am besten immer in* einer Lauflinie* bleiben, denn es
gilt leider das Gesetz des Stärkeren auf die Strasse.
*
Empfehlenswert*:

Restaurants und s24_k_trishuli.jpgBäckerei
1) Yin und Yang Thai-Restaurant.
2) Weizen Bäckerei ( Swiss Quality)
Beide liegen in der Nähe des Kathmandu Guesthouse`.
3) Sauberes Wasser in 1 Liter Flaschen zumTrinken bekommt man im
Supermarkt oder in kleinen Läden  für 10-20 Rupee. Auf das Ablaufdatum
und
intaktes Verschlußsiegel achten
4) Taxi in Kathmandu kostet in der Regeln zwischen 100 und 200 Rupee.

Wir sind am Samstag den 31.10.09 mit einem Privat Taxi vom Hotel Vajra ( 35
Euro) nach Trishuli gefahren, wo wir von Herrn Ramesh (Projektmanager von
Dentalstation), seiner Frau und den 2 Kindern (7 oder 8 Jahre alt) erwartets25_k_hngendebrcketrishuli.jpg
und aufgenommen wurden. Im Haus der Familie (Reihenhaus, vierstöckig, mitten
im Zentrum des Dorfes) wurden wir in einem frisch renovierten Zimmer mit
warmer Dusche im 2. Stock untergebracht. Das Zimmer ist in Ordnung
außer,dass man sich an den Geräuschkulissen der ziemlich lebendige Strasses26_k_steinklopferinbeitrishuli.jpg
gewöhnen musste.
Die Nepali stehen in der Regel sehr früh auf ( 5 Uhr morgen). Für
Langschläfer empfehlen wir Ohrstöpfer mit zu nehmen.

Aufenhalt in Trishuli

Wir haben unsere Arbeit in der Zahnstation in Trishuli am Montag den 2.11.09
aufgenommen. Arbeitzeit fängt um 10.00 Uhr an, ohne Mittagspause bis 15.00
Uhr so wie die Schulezeiten.
Ich haben in der ersten 3 Tage gearbeitet, meistens machte ich Füllungen mit
Kunststoff oder Amalgam, Endodontie, Extraktion und Abszess -Eröffnung ,
Ost1. Diese Arbeit ws33_k_somsakbeiderbehandlung.jpgar schwieriger als zuhause, da die Dental Unit aus 1
Turbine ( mit Spray Wasser) und eine blaue Winkelstück ( Ohne Spray Wasser)
besteht. Es fehlt leider ein rotes Winkelstück für Präzisionarbeit. Trotzdem
haben wir unserer Arbeit ohne Komplikationen erledigt.
Übrigens arbeitet seit 2 Jahren Herr Arun ( Ein ganz netter junge Dental
Assistenten/ Dentist) in der Clinic, der, wenn keine deutscher Zahnarzt/in
da ist mit Geschick die Patienten therapiert und betreut.
Er wohnt auch in der Zahnstation in einem Zimmer mit seine Frau und
Zwillingen, die etwa 3 Jahre alt sind.

Es ist zu bemerken, dass die Nepali  durchschnittlich 1 Euro pro Tag
verdienen, so wie die Zahnarzthelferin Baghmati im Projekt. Herr Arun gehört
mit 3 Euro pro Tag schon zu den besser verdienenden, könnte sich aber davon
keine größers37_k_demonstrationzahnreinigung.jpge Wohnung leisten.

DieZahnstation ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Lion Club Trishuli und
Dentists without limits und die Einheimischen in Trishuli und Umgebung
zahnärztlich zu betreuen.
Patienten über 60 Jahre wird bei konservierenden und chirurgische Maßnahmen
kein Vergütung abverlangt.
Extraktion kostet um 100 Rupee (1Euro),  Füllung 200 Rupee. ,Endodontie, WF
usw. kann bis 1000 Rupee kosten. Trotzdem wird aus sozialen Gründen meist
viel weniger von den Patienten als Vergütung verlangt.

Wenn deutsche Zahnarzt dort sind,  wird das Honorar um die Hälfte reduziert.


Wir waren in den 2 Woche mit Hygiene Maßnahmen und Ordnungschaffen in der
Klinik beschäftigt .
Wir haben außerdem über Strahlungschutz Maßnahmen erklärt und demonstriert.

Wir wünschen uns vos38_k_somsakgibthinweisefrbhagmati.jpgn unseren Nachfolgern, daß sie insbesondere auf Hygiene,
der Einhaltung von Ordnung in den Schubladen bestehen,  einen Blick darauf
werfen mit welchem Lappen der Fußboden und die Instrumente gewischt
werden!!!! und das Personal immer wieder darauf hinweisen um einen langzeit
Erfolg zu garantieren. Wenn nach 2 Monaten, wenn der nächste Zahnarzt ins
Projekt kommt die Regeln wieder nicht eingehalten werden, sollte man über
Konsequenzen nachdenken. Ich habe mich in Anbetracht des Chaos`dafür
geschämt, daß da German Dentists Plakat über dem Eingang stand. Die Dinge
müssen ganz sicher nicht so perfekt sein wie hier, aber ein Minimum sollte
aufgrund der Infektion-Übertragung- Gefahr und Arbeiteffizienz eingehalten                                         s41_k_arundentistbhagmatizah.jpg
 werden.
 

Es hilft  möglicherweise nicht viel , wenn aus Höflichkeitgrunde die nötigen
Hinweise nicht an das dortige Klinikpersonal weiter gegeben werden, das ist
meine Meinung.
Mir ist bewusst ,dass es  keine Garantie für den Erfolg gibt, trotzdem
besteht die Hoffnung auf ein neues Bewusstsein für diese Dinge zu schaffen
und langfristig auch eine Änderung!.

Einen Tag waren wir in Nawakot (1800 m) hoch über dem Trishuli-Tal mit ein
wunderbare Weitblick auf die Berge. Wir haben dort an der Schule
s39_k_somsakmitnepalesischempatient.jpgReihenuntersuchungen durchgeführt, therapiert ( Extraktion) und Prophylaxe
(Zähneputzen Demo.) durchgeführt . Insgesamt waren mehr als 200 Kinder und
Lehrerinnen/ Lehrer, und zum Teil der Dorfbewohnern in der Behandlung.

Den Rückweg von Trisuli nach Kathmandu haben wir im "Micro" ( Minibus)
angetreten für nur 300 Rupee/Pers..  Für kurzbeinige und schmale
Zeitgenossen ok, die Hinfahrt im Taxi war angenehmer! Vielleicht hilft es
für 1 Person 2 Plätze zu buchen ?!

Wir möchten ausdrücklich das Engagement von Herrn Ramesh, Arun und Baghmati
loben. Besonders beim Dental Camping in Nawakot waren alle den ganzen Tag
mit hoher Motivation bei der Sache und für uns war es ein besonderes
Erlebnis.
.
Wir danken den Dentists without Limits, Frau Dr.Calenberg und allen die es
ermöglicht haben, daß wir diesen Erfahrungsaustausch in Nepal machen
konnten. Auch wir haben dabei viel gelernt ! Wir können uns gut vorstellen,
wieder in das Projekt zu gehen

Im Folgenden versuche ich die aktuelle Ausstattungen der Klinik zu erläutern
und füge einige persönlicheTipps hinzu.


*A) KonservierendeTherapie*:

1*) Füllungtherapie*;

Vorhanden

1) Amalgamfüllung mit Kapseln gemischt und Maschinell beschleunigt.
2) Kunstofffüllung aus Charisma und Promp L-pop als bonding und ätzen in
sich.

Tipps:

Charisma ist ziemlich für die Struktur evtl. zu teuer. Es gibt günstigere
Füllstoffe mit gutem Preis/Leistungsverhältnis für den  langfristiger
Gebrauch. Hier bietet ähnliche Qualität z.b Microhybrid composite syringe LC
von Versand Promed.
Promp L-pop ist evtl. zu teuer für langfristige Gebrauch in Nepal evtl.
eine. andere Technik einführen Ätzen dann bonding M&W bietet Permabond für
gute Preisleistung Verhältnisse.

Fehlt

1) Dycal- Applikator.( ganz kleiner Kugelnförmiger Applikator.)
2.)Diamant flammenförmige Bohrer für blaues Winkelstück zum fein bearbeiten
der Kunststofffüllung ( fehlt absolut)
3) Pinzetten fehlen viele.
4) Arkansasstein in Flamme - und Rund- Form
5)  Bohrer Sortier- System
6) Neuer Glasstab Ansatz für Halogen Licht.(Teils abgebrochen)

*2) E**ndodontie*

Vorhanden

1) Handinstrumente ( Hedström Feilen ISO .02/ 21-und 25 mm Länge, Reamer und
Kerr Bohrer)
2) Papierspitzen und Gutttapercha entsprechend ISO .02

Röntgenaufnahmen sind möglich, leider *fehlt  RöntgenSchutzschild*
Nachrüsten ist dringend erforderlich!.

Tipps:

1)Apexfinder zB. RootZx Mini mitnehmen ist empfehlenswert, falls Röntgen
nicht
funktioniert.
2) Endowinkelstück zb Endolift oder Kavo 3LD mit Intramatic 29 LN sind mit
Hand- Hedström Feilen zu gebrauchen und evtl. mit zu nehmen und /oder danach
spenden an der Klinik.
3) Für Nickel- Titan Feilen und Zubehör ( sehr stark reduziertes
Endowinkelstück) selber aus BRD mitbringen./ zu bemerken: ein vorhandenes
blaues Winkelstück kann nicht bis auf Null stufenlos regulieren)

Fehlt:

1) Große Speichel Absauger aus *Stahl*( Es existieren viele große Kunstoff
-Speichelabsauger, leider nicht möglich in die Heissluft Sterilisator( 180
Grad Celsius) rein zulegen (Schmelzgefahr!), ob es ausreichend ist für
Kalt-Sterilisieren?
*2)* Endobloc (Länge -Messgerät)./ Momentan wird mit
Schule -Lineal gebraucht.
3) Endostopper( Kleines rundes Gummistück zum einstecken in die Feilen)
4)  Professionelle aufbewahrte Feilen Sortierbehälter.( Wir haben auf dem
Markt bei Trishuli billige Stahl Box gefunden und für Klinik besorgt.)
5) Mirajet Endo Luer 03x40 mm. für Spülung
*
B) Oral Chirurgie:*

Bietet die Möglichkeiten Osteotomie/ WSR durch zu führen .
Bei ausgewählten Patienten kann sicherlich  mehrere Zähne durch WSR gerettet
werden!.

Vorhanden

-Rundbohrer und Lindermann -Fräser.
-Naht Material sehr gut ausgestattet evtl. zu gut für die Struktur (
Atraumatische Nahtmaterialien!).
-Nur 1x Nadelnhalter.
-Raspatorium.
-Gerades chirurgisches Handstück.

Tipps:

1) Naht- Material ist zu teuer evtl. selber einfädeln, Nachrüsten mit Seide
und wieder aufbereitete Nadeln zum selber machen.
2) Hygiene- Standard achten und evtl. annähern Versuch!

Evtl. neu ausstatten:
.
1) Langen Langenbeck, es besteht im Moment nur Kurze Langenbeck).
2) neue Nadelnhalter.
3) Tiefgreifende Zange) für Molar,Prämolar und Frontzahn in der Ober-und
Unterkiefer (Keine Vorhanden)
4) Middledorf Mundhagen( keine Vorhanden)
5)Jodoform Paste( stattdessen vorhanden; Ledermix Paste)
6) Scharfe Löffeln verschieden Größe
8*) 70 bis 95 prozentige Ethanol* für Endo., chirurgie usw.( nicht
Vorhanden)
9 Verschiedenen Größe von lange Linderderman -Fräser und Rund -Bohrer,  für
Chirurgische Handstück.
*
C) Parodontologie*

Vorhanden

-Kürette, Hand Scaler usw., Prinzip ist ausreichend.
-Ultraschall Gerät

Fehlt

-Schleifstein
-PA Statusformula evtl. für ausgewälten Patienten.
*
D) Prothetik*

Es wird im Grunde genommen meistens nur Frontzahn aus ästhetische Gründe (
für uns provisorische Kunststoff Prothese ) versorgt. Die Aufgabe übernimmt
in der Regeln Herr Arun( Dental Assistenten).

Fehlt

-Wachsmesse nach Fahnenstock
-Wachs- und Modellier Instrumente nach Roach und Beale 7A
*
E) Hygiene*:

Vorhanden

-100 % Zitronensaft Konzentrat als Wisch Desinfektionsmittel für Turbine und
Behandlungeinheit Gebrauch.(aus meine Sicht  absolut unausreichend für
Flächen Desinfektion!).
-Instrument Desinfektionsmittel( Muster aus Deutschland,sehr wenig noch
übrig geblieben)
-
Fehlt

1) Desinfektionsmittel für Instrumenten
2) Spray -oder Wisch Desinfektionsmittel (zb. 20% Ethanol+ Propanol) für
Turbine , Winkelstücke ,Spülbecken, Dental Einheit, Ablage oder- Tray für
diagnostischen und therapeutischen Zweck am Patient ,Nachrüsten ist absolut
notwendig!
3. Schwamm mit einer Seite aus schwamm andere Seite mit Fasern ähnlichen
Material zum Wegkratzen.
4.Saugstarken Baumwolle- Handtücher verschiedene Größe (Vorhanden: Sehr
schlechte Qualität, billig Waren aus China, die nicht saugt)
5. Hand Desinfektionsmittel( Alkoholhaltige)
6.Taschentücher / oder Rollpapier für Patienten.( Papier in Nepal ist
ziemlich teuer)
7. Handschuhe und Mundschutz von Deutschland so viel wie möglich mitnehmen.
8.Spülbürste. ( nicht zu finden in Trishuli)
9) Sprühflaschen für Desinfektionsmittel.

Letztendlich kann man Alles mit bringen wie man will, im Grunde genommen es
hilft Alles, Trotzdem erwartet man bei der allgemeine Entwicklungshilfe-
Politik, dass die Zahnstation , die bis zum jetzige Zeitpunkt optimal
ausgestattet ist, von sich aus,  versucht ihre Materialien und evtl.
Instrumenten aus eigene Kraft selber weiter auskommen zu sollen. Das moderne
Fachwissen dürften wir aus Deutschland ihrer Arbeit sicherlich gut
unterstützen und begleiten.
Wir sind der Meinung, dass die Zahnstation aufgrund ihrer aktuellen Kosten
Kalkulation (kostengünstigen bzw. kostenlosen Betreuung der Patienten)
fremde Unterstützung im Sinne von Geld -oder Materialien bzw. Instrumenten
noch braucht .

*Die langfristige Lösung, um Kostendenkende Arbeit leisten zu können ist
meiner Meinung nach diskussionswürdig!*

Man hat natürlich die Möglichkeiten in Kathmandu Dental -Depo zu besuchen
und evtl. dort einkaufen um es nach Trishuli mit zunehmen.( Adresse vom Herr
Ramesh nachfragen)
Die Entscheidung soll jeder von sich selber treffen und evtl .holen Sie die
Auskunft von DWL um korrekte Verhalten zutreffen.

Last but not least empfehlen wir in der Umgebung von Trishuli Spaziergang zu
machen. Trishuli liegt etwa 800 Meter oberhalb des Meeresspiegels mit sehr
schönen Umgebung.

Links aus unsere Wohnung kann man Stundelang spazieren gehen hoch auf den
Berghang, wo unterwegs durch den Feldern, Wälder und Dörfer, große Staudamm
mit super schöne Landschaft und sehr nette Einheime.( Wir werden mehrfach im
Hause eingeladen), unterwegs mit  der Schulkinder mal plaudern.Übrigens, es
gibt keine Touristen in Trishuli,deswegen waren wir ziemlich exotisch und
wurden von denen sehr nett und freundlich empfangen oder angesprochen.

Wahrscheinlich waren solche Erfahrung die besten Erfahrung für uns überhaupt
im ganze Reise, einfach mit noch wenig gestörten und friedfertigen Menschen
begegnen zu dürfen.

Man kann, wenn man will Prinzipien bis  *nach Tibet* auf die strecke
weiterlaufen./ laut Karte. ( Wir haben natürlich nicht getan!!)

Rechts aus unsere Wohnung etwa 180 Meter nochmals Rechts geht durch den Tals
mit wunderbaren Flüsse und der romantischer hängender Brücken. Zum Teils
sehr schöne wie Postkarte,  sehr freundliche Menschen. Zauberwort ist
Namaste (Hallo) / mal immer sagen. Theoretisch könnte man von hier aus nach
*Pokhara* weiterlaufen.

Zum Schluss

Liebe Frau Kollegin, Wir wünschen uns, dass dieser Bericht auf das Blog vom
Dentists without Limits zum Zweck des Erfahrungsaustausches unter uns bei
der Gelegenheit mal publiziert wird.

Ich hoffe ,dass es für unsere Nachfolge/ Kolleginnen und Kollegen, bei der
Reisevorbereitung für Nepal bzw. Trishuli in den nächsten Zukunft behilflich
sein würde und  bei der Gelegenheit evtl. die dortige Erfahrungen auch ein
ähnliche Bericht mal schreiben und publizieren.

Ich möchte Ihnen auch mal persönlich nochmals bedanken für ihre Engagement
,Tipps und Empfehlung für meiner Reise nach Trishuli. Herr Dr. Kaiser für
Hotel Empfehlung in Kathmandu und paar Hinweise für die Reise.

Mit Freundlichen Grüßen

Uschi Fuchs und Somsak Sakulsurarat

Gilserberg, den  12.12.09

Anhang: Bilder aus Nepal ( Ich versuche später noch mehr Bilder zu
zusenden(Die E-Mail Kapazität ist sehr Knapp.)

Von: Birgit Calenberg < Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >
An: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Cc: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Datum/Uhrzeit: 14.02.2010 / 19:12 (Empfang)
Nachrichtenart: E-Mail    
Betreff: Fw: DWLF

Die HTML-Ausgabe wird aus Sicherheitsgründen unterdrückt!    HTML-Text darstellen Hallo ihr Liebe,
zur Ergänzung den Bericht von Patrick Schöne.
Was macht Ramesh da?
Muß er jetzt mehr nehmen, weil die Preise gestiegen sind?
Ich bitte mal um Kommentare dazu.
Gruß
Birgit
----- Original Message -----
From: Patrick Schöne
To: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Sent: Sunday, February 14, 2010 3:02 PM
Subject: RE: DWLF


Hallo Birgit!
Ich bin gestern wieder in der Heimat angekommen und bin wirklich noch ganz überwältigt von den Eindrücken. Es war eine sehr tolle Erfahrung und es hat mir viel Spass gemacht.

Ich habe die Turbine mitgebracht und bräuchte nun noch ihre Adresse, damit ich sie ihnen zusenden kann. Des weiteren habe ich einen kleinen Bericht geschrieben, den ich ihnen hiermit zusende. Der Bericht lehnt sich an den sehr guten Bericht von Herrn Sakulsurarat an. Ich habe ihn noch in einigen Punkten ergänzt. Ich würde vorschlagen, den wirklich sehr tollen Bericht von ihm, der eigentlich alle wichtigen Punkte anspricht und auch mir sehr geholfen hat, zusammen mit meinen Ergänzungen auf die Homepage der DWLF zu laden. Dort sollten evtl auch noch die Preise für die Unterkunft bei Ramesh aktualisiert werden. ich war für das Zimmer bei Einzelebelegung von 25 Euro / Woche ausgegangen. Als ich Ramesh das Geld dann gegeben habe, sagte er, dass es zu wenig sei und seit einem halben Jahr die Preise auf 35 Euro / Woche gestiegen seien. Das hat mich etwas gewundert, da in dem Bericht von Herrn Sakulsurarat auch noch von 25 Euro bei Einzelbelegung die Rede war.

Vielen Dank noch einmal für ihre Mühe und ich hoffe der Bericht hilft weiteren Aktivisten.


Hallo und ein fröhliches "Namaste" aus Nepal. Ich möchte ihnen hiermit einen kleinen Lagebericht aus Trisuli geben.


Die Unterkunft  ist sehr schön bei Herrn Ramesh, es gibt ein eigenes Badezimmer mit warmer Dusche und einer „American Standard" Toilette.Toilettenpapier war im Zimmer nicht vorhanden, da die Nepali so etwas nicht benutzen. Ich habe nach 3 Tagen einen einzigen Laden in Trisuli ausfindig machen  können, in dem ich welches kaufen konnte. Um diesen zu finden, gehen sie in Richtung der Klinik und biegen auf der „Hauptstrasse" dann nicht nach rechts zur Klinik ab sondern gehen ca. 50-80 m weiter an den Läden auf der rechten Seite vorbei. Der zweit- oder drittletzte Laden hat Toilettenpapier im Angebot (liegt im Laden ganz oben rechts). Die Beschreibung wird ihnen schnell klar, wenn sie das erste Mal zur Klinik und ein bisschen weiter das Dorf erkundet haben. Ich war jedenfalls sehr froh, welches gefunden zu haben. Vielleicht nehmen sie auch ein wenig mit hierher für die ersten Tage.


Nachts wird es hier sehr kalt (Januar - Mitte Februar). Da die doppelten Fenster gar nicht luftdicht sind und die Temperaturen im Zimmer deshalb nachts auch stark absinken, habe ich mir von Herrn Ramesh eine zweite Decke geben lassen und ziehe mich nachts warm an. Je nachdem zu welcher Jahreszeit man fährt, wird es nachts sicherlich aber nicht mehr so kalt.


Das Arbeiten macht mir große Freude, Herr Arun ist sehr geschickt in seiner Sache und im Dolmetschen und Baghmati macht ihre Arbeit bisher auch sehr gut. Ich war in den 6 Wochen Aufenthalt nicht beim Interview. Laut Ramesh war am Tag nach meiner Anreise, als ich eigentlich dort hin wollte, grade ein Streik. Ich habe dann mit Fr. Dr. Calenberg telefoniert und mich dazu entschieden, erst einmal ohne Interview nach Trisuli zu fahren. Dabei ist es dann auch geblieben.


Das Essen hier im Hause ist einfach, aber gut. Ich habe mich vorher informiert und fahre bis dato mit der Taktik, keine ungeschälten Früchte zu essen (ich lasse z.B. Äpfel und Weintrauben weg, esse aber Bananen und Mandarinen) sehr gut. Ungeschälte Früchte werden hier nämlich nur mit kaltem Wasser abgewaschen, das für uns Europäer schlecht verträglich ist. Den Tee morgens und in der Klinik kann man aber ruhigen Gewissens genießen. Er ist dazu noch sehr lecker. Mineralwasser kann man nebenan für 20 Rupees pro Flasche kaufen. Bitte auf intaktes Verschlusssiegel achten!


Falls sie die Landschaft etwas erkunden wollen: Links aus dem Haus raus können sie stundenlang immer die Strasse / den Weg entlang laufen. Es geht dort durch die Berge mit schönen Aussichtspunkten. Ich bin bis zum Staudamm gelaufen (können sie nicht verfehlen, liegt am Fluss) und bin dann dort auf der Gegenseite (also über den Staudamm gehen) zurückgelaufen. Die Landschaft ist dort ebenfalls sehr schön, wenn man mal etwas nach links schaut, sieht man das Flussbett mit sehr schönen hängenden Brücken etc.). Sie können die Strasse immer weitergehen auf ihrem Rückweg, an der Gabelung (kurz vor Trisuli mit einem Fluss) können sie entweder links oder rechts an dem Fluss vorbei gehen, zurück nach Trisuli kommen sie in jedem Fall. Diese Tour ist etwas für den Samstag, da ist frei!


Rechts aus dem Haus und dann nach ca. 150 m noch mal rechts kann man auch sehr schön wandern mit toller Landschaft, jedoch war ich hier lediglich einmal, da mir der Weg zurück so steil bergauf zu anstrengend war (ich war allerdings mit dem Fahrrad unterwegs. Dieses können sie sich bei Bedarf (sehr schön für die Tour links aus dem Haus) beim Nachbarn um die Ecke (links aus dem Haus, dann sofort wieder rechts und dann nach 20 m auf der rechten Seite) für 20 Rupees / h leihen.

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Falls sie einen Laptop mitnehmen um Emails zu schreiben o.Ä. fragen sie Herrn Ramesh doch einfach nach dem Zugangsdaten für das Wlan „colony".

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In Kathmandu angekommen, habe ich mir am zweiten Tag eine Prepaidkarte für das Handy von „Meromobile" gekauft. Sie benötigen dazu ihren Reisepass und ein Passfoto. Sie kostete rund 1000 Rupees (inkl. Startguthaben). Sms sind günstig nach Deutschland (12 Cent), telefonieren kostet ca. 1 Euro die Minute. Ich persönlich habe mir das Programm „Skype" (kostenlos aus dem Internet) auf meinem Rechner installiert und mir per Kreditkarte 10 Euro auf mein Konto geladen. Damit telefoniert man für ca. 10 Cent ins deutsche Festnetz.

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Als Hotel in Kathmandu kann ich das Hotel Vajra empfehlen. Im Internet  (www.hotelvajra.com) nach Rabatt informieren und buchen. Vom Hotel aus kann man sehr schön und schnell den Monkey - Tempel und nach Thamel laufen.

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In der Klinik beschränkte sich die Arbeit hauptsächlich auf Extraktionen, Füllungen, Air - Scaling, Abszesseröffnungen und einige WSRs. Ich würde empfehlen, mich vorher immer mit dem letzten Kollegen / Kollegin in Verbindung zu setzen, um mich mit der aktuellen Materialsituation vertraut zu machen.



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To: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Subject: Re: DWLF
Date: Tue, 19 Jan 2010 18:01:27 +0100


Lieber Herr Kollege Schöne,
( wir könnten uns eigentlich duzen, das machen wir meist  unter uns Aktivisten).
Ich freue mich sehr, dass es Dir gefällt, ich glaube, ich hatte nicht zu viel versprochen. Bringe die Turbine ruhig mit, dort können wir sie sowieso nicht in Gang bringen, dann lasse ich sie hier auf meine Kosten richten.
Viel Spaß noch und eine gute Zeit.
Liebe Grüße auch an alle, die ich kenne
von
Birgit
  ----- Original Message -----
  From: Patrick Schöne
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  Sent: Tuesday, January 19, 2010 4:59 PM
  Subject: RE: DWLF


  Sehr geehrte Frau Kollegin Calenberg!
  
  Erstmal sende ich ihnen schöne Grüße aus Nepal. Die Arbeit hier macht mit jeden Menge Spass, das Land ist wunderschön und die Leute hier sehr gastfreundlich. Die Unterkunft und das Essen sind auch sehr schön!
  
  Ich wollte mit dieser Email eigentlich nur eine Sache abklären: Herr Arun hat mit eine Turbine gezeigt, die leider kaputt ist. Nun war meine Idee, dass ich die Turbine mit nach Deutschland nehmen könnte um sie dann zu ihnen zu schicken. Da ich ab April wieder Student bin, fehlen mir leider die Mittel, die Turbine auf eigene Kosten reparieren lassen zu können. Aber ich dachte,dass sie evtl mit Geld aus der Stiftung etwas in die Wege leiten könnten und der nächste Zahnarzt aus Deutschland sie dann repariert wieder mitnehmen kann.  Falls Interesse besteht und ich die Turbine in 3 Wochen mitnehmen soll, melden sie sich doch einfach bei mir!
  
  Viele Grüße -  wie man so schön sagt - vom  Dach der Welt!
  
  Patrick Schöne


Sehr geehrter Herr Kollege Macher!

hiermit möchte ich Ihrer Fragen wie folgt beanworten:

- Kapulen werden in Trishuli mehrfach benutzt.
- In der Zahnstation gibt es keine Desinfektionsmittel!!. Ich habe Herr
Ramesh auf dem Mangeln aufmerksam gemacht. Er hat versprochen sich darum zu
kümmern.
Die Gebrauchten Instrumente ( Zange, Hebeln usw.) werden im
Heissluftsterilisator behandelt.
- Im Outback wurde auf einem Gaskocher Wasser erhitzt und die Instrumente
darin gekocht, ob auf die Kochzeit geachtet wurde, ist mir nicht bekannt.
- Zange und Hebeln waren reichlich vorhanden, was fehlt sind tiefgreifende
Zangen für Prämolaren und Molaren( Halte ich gerade für das Outback sehr
wichtig).
- Die Zahnstation Trishuli hat meines Wissens keinen Drucktopf und keinen
Mobilen Gaskocher. In unserem Fall wurden Kocher und Topf von der Schule
gestellt.
- In Outback wurde ein Mobile Stuhl aus Trishuli- Zahnstation( Schlechter
Zustand , aber funktionsfähig) mitgenommen. Da wir zu zweit ( Arun und ich)
gearbeitet habe, sassen Patienten auch auf normalen Schulstuhl.
- Die Lichtverhältnisse waren katastrophal!! Zum Glück hatte ich einer
Kopflupe mit Licht( Batteriebetrieben) dabei. Arun behalf sich mit einer
Taschenlampe.

Meiner Meinung nach sollte vorrangig folgendes angeschafft werden:

1.) Gaskocher und Drucktopf. ( sicherheitshalber nochmals Ramesh fragen, ob
nicht doch irgendwo so was vorhanden ist.)
2.) Mobile Lampe, wobei ich nicht weiss, ob überall Strom vorhanden ist,
oder mehrere Kopflampen mit Batterie anschaffen ( habe ich bei OBI für ein
Paar Euro gesehen)
3.) Desinfektionsmittel für die Zahnstation in Trishuli. Es wurde in meine
Gegenwart nur 100% Zitronensaft verdünnt mit Wasser als
Wischdesinfektionsmittel gebraucht.
Meiner Meinung nach völlig unzureichend!.
Die Nachfolgende Kollegen sollten meiner Angaben nochmals überprüfen und
dann über die Anschaffung entschieden werden.
Sie können mich gerne unter Privattelefon: 06696-265 Wochenende oder Abends
anrufen,

Mit freundlichen Grüssen

Somsak Sakulsurarat& Uschi Fuchs






Am 13. Februar 2010 16:42 schrieb Claus Macher < Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >:

> Hallo Herr Kollege Sakulsurarat,
>
> mit dieser Abhandlung haben Sie den sinnvollsten und umfassensten Artikel
> geschrieben, den ich über Trishuli
> je gelesen habe.
> Der hilft wirklich den nachfolgenden Kollegen in praktischer Weise!! Vielen
> Dank.
>
> a.) Kurz ein paar Fragen nicht nur zur Hygiene, da im asiatischen Raum die
> Hepatitis A-C auf dem Vormarsch ist:
> Haben Sie erlebt, dass die Karpulen an zwei oder mehr verschiedenen
> Patienten verwandt wurden? Das wäre fatal, ist aber nicht ausgeschlossen, da
> immer die Sparsamkeit im Vordergrund steht. Diese Problematiuk muss man den
> Helfern vor Ort unbedingt klarlegen.
> Daher auch b.)
>
> b.) Wurden nach einer Extraktion immer die Zangen sterilisiert oder nur
> desinfiziert? Wie wurde im Outback sterisisiert?
> DWLF will unbedingt die hygienischen Kautele beispielhaft hoch ansetzen.
> Daher möchte ich Ihren Rat: Ist eine Erhöhung der Zahngen und Hebelzahl
> notwendig, um flüssig weiterarbeiten zu können,
> während die anderen Instrumente im Steri (Drucktopf) keimfrei gemacht
> werden? (135 Grd; 45 Min.)
> Hatten Sie elektischen Strom immer zur Verfügung, oder wäre es sinnvoll,
> einen Gaskocher mitzunehmen?
> Wie ist das in Trishuli abgelaufen?
>
> c.) Wenn Ramesh sich so einsetzt, wäre es sinnvoll, Trishuli mit einer eine
> tragbaren Einheit auszurüsten?
> (Mit Stuhl, OP Lampe, Extra Absauggerät, Generator und dem indischen Steri
> nebst Gaskocher?)
>
> Ich bin sehr an Ihrer Meinung interessiert. Vielleicht rufen Sie mich
> einmal an. Ich rufe dann postwendend zurück (Abends oder Sa./So 0911-4752224
> oder 0176-70002160)
>
> Die Bilder senden Sie bitte per Post auf einer CD und schreiben Sie in den
> Text die Nummern der Bilder, damit ich diese an die richtige Stelle setzen
> kann.)
>
> Nochmals: vielen herzlichen Dank für Ihre Mühen!!!
>
> Herzlichst Ihr Claus Macher
>


 

 
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