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Infos zum Arbeiten in Nepal Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Claus Macher   
Sonntag, 29. April 2007

Informationen fuer die ehrenamtlichen Helfer in Nepal

Wegen Impfungen und weiteren Informationen schauen Sie bei www.auswaertiges-amt.de 
nach.

Praktische Informationen und Ratschläge, die Ihnen helfen sollen, sich in diesem Land zu bewegen:


 

Das Visum am Flughafen in Kathmandu ist billiger, als wenn Sie es hier in Deutschland bei der Botschaft anfordern. Bei der Einreise dauert es aber etwas laenger. Zwei Passbilder sollten sie dabei haben. 

Sitzen Sie beim Flug nach Nepal auf der linken Seite. Sie haben dann einen wunderschönen Blick auf das Himalayagebirge.

Die Dental Stations von DWL sind gut ausgestattet, so dass man dort effektiv arbeiten kann, zumal zusaetzlich in der Regel eine ausgebildeter Helfer/Helferin zur Verfuegung steht. Lieben Sie es, nur mit speziellen Materialien zu arbeiten, bringen Sie diese bitte selbst mit. Ob Instrumente im "Ameisentransport" d.h. im Reisegepaeck mitgenommen werden sollen, sagt Ihnen der Projektmanager Ihrer ausgesuchten Zahnstation. Auch sollten Sie um 20 kg Übergepäck bei Ihrer Fluggesellschaft schriftlich nachfragen, falls Sie es benötigen.

Man wird abgeholt:

Um vom Airport in Kathmandu angeholt werden zu koennen, brauchen die Leute des Hospitals vor Ort die Ankunftsdaten, d. h. Datum, Uhrzeit, Airline und Flugnummer – Kathmandu ist zwar wie ein grosses Dorf, aber es kommen doch manchmal mehrere Fluege zu aehnlichen Zeiten an.
Wenn das alles klar ist, dann steht jemand  vom Hospital, am Ausgang der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens, mit einem Namensschild, damit der Ankommende uns auch gleich findet. Am Besten ist, der Ankommende haelt auch ein Namensschild in die Hoehe.
 

Fahrt zum Hospital, falls man nicht abgeholt wird:

Die Fahrt vom Airport zum Hospital oder Hotel mit dem Taxi kostet zwischen 150 und 250 Rupien nach Kathmandu, nach Sankhu zum SKM- Hospital ca. 500 Rupien ( da es am oestlichen Rand des Kathmandutales liegt, dauert es, wenn kein Verkehrsstau aufhaelt, 45 Minuten.)
Der Bus koste 15 – 20Rs.

Unterkunft in Kathmandu:

Wir empfehlen für den Anfang das Potala Guesthouse, falls nicht das Hospital etwas anderes vorsieht. Bucht man Online bekommt man einen Discount von 30 %!

Verpflegung:

In Thamel findet man eine gute Kueche ueberall.


Arbeitszeit:

Die Arbeitszeit wird mit den Mitarbeitern des Hospitals abgesprochen. Sie soll mindestens 25 Std. in der Woche betragen. Vor dem Abschied bitte die Arbeitszeit auf unserem Formblatt (siehe Downloads) vom Krankenhaus bestaetigen lassen und an die Geschäftsstelle senden.
Wir brauche dies unbedingt für das Finanzamt.

Buerokratie:

Fuer den Arbeitseinsatz hier in Nepal ist vorgeschrieben, dass jeder Arzt und Zahnarzt beim nepalischen Medical Council registriert werden muss.

Dazu muessen eingereicht werden :
Die Approbations Urkunde in Deutsch und englischer Uebersetzung mit Beglaubigung,
Der Zahnarztausweiss
Zwei Passbilder und
Die Kopie des Einreisevisums im Pass
Die Kosten fuer die Registrierung ueber nimmt in der Regel das Hospital.
Die entsprechenden Antragsformulare sollten auch hier vorhanden sein.
Buerokratie laesst gruessen!


Internet/Telefon

Jeder Besucher moechte natuerlich die Daheimgebliebenen informieren, dass er gut angekommen ist. Hierfuer stehen viele Internetkaffees zur Verfuegung.
Telefonieren nach Deutschland kann man über das Internet auch von dort machen; es ist dann nicht sehr teuer.


Geldtauschen

In Kathmandu finden sich fast an jeder Ecke offizielle Wechselstuben. Euro Scheine werden ueberall ohne Schwierigkeiten eingewechselt. Der aktuelle Kurs steht in jeder Tageszeitung und mit 3-4 Rs Kommission muss man rechenen.
Es gibt inzwischen auch an mehreren Stellen Geldautomaten, bei denen man mit einer normalen Eurocard (und Geheimzahl) Geld abheben kann – fast wie in Spanien.
Juni 2007 bekam man ca. 85 Rs fuer einen Euro.

Wir sind in Nepal:

Es ist alles anders. Manche sagen Kulturschock dazu; die Armut hat ein freundliches und menschliches Gesicht; man empfindet aber schmerzlich die Chancenlosigkeit von vielen als brutale Ungerechtigkeit. Es wird viel gefeiert; die Armut ist weder traurig noch deprimierend. Machen sie Ihre eigenen Erfahrungen!


Kleidung

Empfindlichkeiten der Nepalesen sollten unbedingt respektiert werden. Dies bestrifft u.a. auch die Kleidung. Es raet sich fuer Frauen lange, etwas weitere Hosen oder Roecke zu tragen. Ebenso sollte das T-shirt nicht allzu eng sein und auch Maenner sollten beim morgendlichen Joggen nicht unbedingt im neuesten Triatlondress herumlaufen.


Politische Situation

Nepal ist in einem Umbruch begriffen und schwankt zwischen Streiks und Demonstrationen, zwischen Massenkundgebungen und Strassenprotesten hin und her. Unser Gastland hat sein politisches System von der absoluten Monarchie zu einem demokratischen Staat gewandelt - mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Da sich die aktuelle Situation immer wieder schnell veraendert. empfehlen wir, schon in der Vorbereitung ab uns zu nepalische News zu lesen: www.nepalnews.con.np
Ein gutes Forum ist auch die Seite www.nepalboard.de, wo sich Nepalreisende, Nepalis und Reiseagenturen unterhalten koennen. (Oft sehr informativ)

Freizeit

Boudha, Kathmandu , Patan und Baktapur bieten unzaehlige Sehenswuerdigkeiten. Es gibt zudem viele Moeglichkeiten   kleine Ausfluege in die naehere Umgebund zu machen: Sankhu, Changu Narajan,. Vajra Jogini und „Holy Man“ bieten sich an. Aber auch die Wanderung nach Nagakot, wo man die Schneeberge des Himalaya sehen kann, ist sehr beliebt.
Ganz wagemutige machen den Mountain flight und umrunden den Mt Everest mit dem kleinen Flieger – bestimmt ein unvergessliches Erlebniss.


Fotos

Im Krankenhausbereich sind die Mitarbeiter und Patienten es gewohnt dass Europaer immer gerne Fotos von ihnen machen und in der Regel einverstanden damit.
Unterwegs sollte man sich immer durch einen Blickkontakt oder Koerpersprache vergewissern dass das menschlich Fotomotiv auch zustimmt geknipst zu werden.

Sicherheitskraefte, Polizeistationen oder Armeeeinrichtngen sollten nicht fotografiert werden.


Taxifahren

In der Stadt gibt es unzaehlige Taxen, die ihre Dienste anbieten. Man faehrt innerhalb der Ringroad mit Taximeter, weigert sich der Fahrer, das Geraet einzuschalten oder behauptet er es sei defekt, geht man einfach zum naechsten Taxi.
Bei Zielen ausserhalb der Ringroad, also auch Sankhu, muss man den Fahrpreis immer vorher vereinbaren. Klar und deutlich sollten beide, Taxifahrer und Fahrgast die Endsumme gesagt und verstanden haben, damit es nachher kein boeses Erwachen gibt.
Probleme traten haeufiger auf, bei Wartezeiten oder two way trips. Auch hier gilt: vor der Fahrt genaue Absprachen zu treffen.


Taschendiebe

In Kathmandu und Nepal gibt es wahrscheinlich deutlich geringere Kriminalitaet als auf dem Rest der Welt in vergleichbar grossen Staedten, aber die Tendenz ist steigend und immer oefter werden Taschendiebstaehle und Wohnungseinbrueche gemeldet.


Abreise
 
Irgendwann geht jeder Einsatz zu Ende, und es heisst Abschied nehmen.
Vorher muss unbedingt das Rueckflugticket bestaetigt werden. Da das in Nepal nicht per Telefon geht, muss man zwei drei Tage vorher zum Airline Buero gehen und sich den entsprechenden Stempel abholen. Wenn jemand noch zum Trecking in die Berge geht, bitte dran denken, falls das Visum verlaengert werden muss, zum Emigration Office zu gehen.
Und bei der Ausreise werden am Flughafen nochMal 1700 Rs faellig (Service charge und Tourist Steuer nennt man das) 
Also etwas Geld aufheben und am besten passend bereithalten.


 

 
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