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NEPAL , ein südostasiatische Gebirgsland, liegt mit seiner Staatsfläche, die etwa dem Doppelten der Fläche Österreichs entspricht, im Zentrum des gewaltigen Himalaya-Massivs - eingekeilt zwischen seinen beiden großen Nachbarn Indien und China........
Das Hauptsiedlungsgebiet der knapp 25 Millionen Einwohner sind der bis über 4.000 m hohe Mittelgebirgsbereich und die kleine Tieflandebene im Süden des Landes.
Seit 1990 bestand in dem Hindustaat ein Mehrparteiensystem und eine konstitutionelle Monarchie,
bis der König 2006 seine Macht zugunsten einer Demokratie abgeben mußte.
Weltbekannt für seine einzigartige, atemberaubende Landschaft, dem höchsten Berg dieser Erde, dem 8.848 m hohen Sagarmatha (Mt. Everest), sowie unzähliger hinduistischer und buddhistischer Kulturgüter, zieht das Land jährlich Hunderttausende Trekking-Urlauber aus aller Welt an.

Es ist aber immer noch wenig bekannt, dass Nepal zu den ärmsten Ländern dieser Welt zählt. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Die Industrialisierung steckt noch in den Kinderschuhen und hat aufgrund der besonderen geografischen Lage leider keine großen Zukunftschancen.
Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen beträgt etwa 250 Euro und etwa 60% der Menschen sind Analphabeten.
Eine immer noch hohe Kinder- und Müttersterblichkeit sind weitere Anzeiger für den Entwicklungsstand des Landes.
Die Erschwernisse und Hindernisse in der Entwicklung sind vor allem durch die geografische Situation begründet. Die isolierte Lage hat zur Folge, dass alle Güter nur über Indien oder den (teuren) Luftweg eingeführt werden können. Bei einer Nord-Süd-Ausdehnung des Landes von nur 200 km besteht ein Höhenunterschied von über 8.000 Metern. Bei den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten wird es daher noch lange dauern, bis eine ausreichende Infrastruktur vorliegt. Derzeit umfasst das gesamte nepalesische Straßennetz weniger als 6.000 km und das Schienennetz im Grenzgebiet zu Indien hat eine Gesamtlänge von 54 km! (Österreich zum Vergleich: Straßennetz mehr als 110.000 km und Schienennetz mehr als 6.000 km).
Hoffnungsvoll für die Zukunft sind Bodenschätze, die in den letzten Jahren entdeckt wurden und vor allem das enorme Wasserkraftpotential, von dem zur Zeit nur weniger als 1% genutzt wird.
 
Das nepalesische Gesundheitswesen befindet sich bei ebenfalls stark eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten in einer ähnlichen, misslichen Lage. Von staatlicher Seite gelten alle Anstrengungen einer Verbesserung der Basisgesundheit. Gerade in den ländlichen Gebieten und den Bergregionen gibt es nur eine unzureichende medizinische Versorgung. Jährlich sterben in Nepal immer noch mehr als
50.000 Kinder unter 5 Jahren an den Folgen einer unzulänglichen
Versorgung mit sauberem Trinkwasser an einfachen Infektions- oder Durchfallerkrankungen.
Tuberkulose, Wurmerkrankungen und andere Infektionserkrankungen sind noch weit verbreitet und verschlingen einen Großteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben. Verständlicherweise können daher andere, ebenfalls wichtige und für uns selbstverständliche medizinische Versorgungsmöglichkeiten kaum gefördert oder entscheidend verbessert werden. So gibt es in ganz Nepal außer dem SKM-Hospital nur zwei kleinere, unzureichend ausgestattete Abteilungen für Plastische und
Wiederherstellende Chirurgie. Nicht eine einzige der wenigen Verbrennungseineinheiten kann auch nur im entferntesten mit einem modernen europäischen Verbrennungszentrum verglichen werden. Zusätzlich sind (nicht nur den Ärmsten) die Behandlungskosten oftmals unerschwinglich.
Die Analyse der Stiftung „Zahnärzte ohne Grenzen“ und die Antwort
auf die zahnärztliche Situation in Nepal
Augenblicklicher Zustand bei der zahnärztlichen Versorgung:
Die Großstädte sind – wie überall – medizinisch und zahnmedizinisch nicht schlecht versorgt. Die Probleme sind in den ländlichen Gebieten angesiedelt.
Zudem gibt es zu wenig ausgebildete Mediziner und Zahnmediziner.
Die nepaesischen Zahnaerzte, die meist ein teures Studium in Indien absolviert haben, wollen für sich und ihre Familie eine Zukunft haben, d.h. gute Verdienstmöglichkeiten fuer sich und gute Schulen für ihre Kinder.
Was wundert es da, wenn diese sich in den Großstädten bevorzugt niederlassen?
Daher steht die Stiftung DWL in engem Kontakt mit der Nepali Dental Association und hier mit deren Vorsitzenden, Sushil Koirala, der uns bei unseren Aktivitäten berät. Wir stimmen überein: die groeßte Unterversorgung und Not ist in den laendlichen Gebieten.
Wir werden daher vermehrt in ländlichen Gebieten auch mit moblilen Geräten arbeiten.
Wo es keinen ortansässigen Zahnarzt gibt und keiner in Aussicht ist, ist es sinnlos, ein ganzes Sprechzimmer auszurüsten. Oft mangelt es an der Elektrifizierung.
Hier reicht die „Schmidt´sche Dentalbox“, die alles beinhaltet, was zur
Schmerzbeseitigung notwendig ist, jedoch keine rotierenden Instrumente hat. Diese Dentalbox ist abschließbar und wird dem Leiter einer Schule oder dem Bürgermeister verantwortlich übergeben.
Den Standort einer Dentalbox nennen wir „Dentalpoint“.
Da die meisten Dörfer nur zu Fuss erreichbar sind, es in jedem Dorf aber ein Transistorradio gibt, wird über den Rundfunk ein „Zahnarztankündigung“ gesendet.
Die Patienten stehen dann schon Schlange, wenn wir kommen.
Die Investition von zwei mobilen Einheiten für Nepal sind geplant.
Die Krankheitsbilder
Die Menschen leiden weniger an Karies, als vielmehr an extremen Konkrementen (auch bei Kindern!!), wie wir bei unseren Reihenuntersuchungen herausgefunden haben. Der Zusammenhang mit der extremen Reis- (Daal Bhaat) und Mangelernährung erscheint wahrscheinlich, da wir diese Erscheinungen auch bei Patienten in Sri Lanka gefunden haben, die eine ähnliche Ernährungsweise aufweisen.
Die meisten Zaehne gehen also durch Parodontose verloren; dieser Zustand wäre sicher zu verbessern, wenn die Konkremte regelmäßig entfernt werden könnten.
Für die Zahnärzte heißt dies neben dem Behandeln: Einheimische aufklären und ausbilden.
So muss geschickten Haenden in den Dörfern der Umgang mit Scalern antrainiert werden; so ist evtl. ein Cavitrongerät bei verfügbarem Strom sinnvoll.

Ist ein Ausbildungswilliger/e vorhanden , wie z.B. in dem Urwaldkrankenhaus in Ampipal und in Dallu (Armengegend von Kathmandu), so werden die Kosten für die nicht akademische Ausbildung des zukünftigen Zahnarztes übernommen; diese dauert 3 Jahre (ca. insgesamt 5000 Euro).Bevorzugt wählen wir für diese Förderung getreu unserer Satzung Frauen aus.
Unsere begrenzten Mittel müssen sinnvoll und gezielt eingesetzt werden; dies geschieht dadurch, das wir persönlich die Preisvergleiche der zahnärztlichen Materialien vor Ort durchführen, diese persönlich bezahlen und von Deutschland aus jedem Reisenden medizinische Kleingeräte mitgeben, die wir gespendet bekommen haben.
Die Fluggeswellschaften, die unser karitatives Engagement unterstützen, genehmigen uns auf schriftliche Anfrage meist Übergepäck (zw. 10 und 20 kg).
Wir würden uns freuen, wenn Sie mitarbeiten würden oder Altgold sammeln (die dazu notwendigen Utensilien bekommen Sie von uns zugeschickt) oder uns finanziell unterstützen könnten.
Alle unsere Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, die Schar wächst stetig, aber es gibt auch unendlich viel zu tun.
Stand: September 2007.
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