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Eine harte Nuss: Nicaragua. Mission impossible? Dez/09 Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Claus Macher   
Sonntag, 3. Januar 2010

nicschlechtenhorstbild.jpgSein Steckbrief
Name:
Dr. Ekkehard Schlichtenhorst              Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
DWLF ID: 0235                                         Handy: 0049-170-8693545
Der Sinn seines Lebens: Für andere nützlich sein.
Agenda: 2007 nach 37 Jahren Berufserfahrung Aufgabe seiner Praxis am Bodensee. Zuvor war er jedes Jahr auf vielen Fortbildungen
Er fühlt sich zu jung für ein faules Leben. Jetzt gibt er sein Wissen in benachteiligten Ländern weiter.
Das ist der effektivste Grad der Entwicklungshilfe: Manpower.....
Für DWLF ist er als Pionier in Nicaragua auf einer schwierigen Mission.
Wir werden Teile des Briefwechsels hier veröffentlichen - eine spannende Geschichte mit offenem Ausgang.

Er versucht herauszufinden, ob in der Partnerstadt Nürnbergs, in San Carlos eine nachhaltige Investition und Zusammenarbeit in dem kommunalen Krankenhaus möglich und sinnvoll ist.


Von seiner Einstellung her ist es genau der Helfer, der zu DWLF passt. DWLF ist sehr dankbar, ihn gefunden zu haben.


Er über sich:

Job Target

I would like to work on the other side of the globe. As a retired dentist I am free, and I feel too young for a lazy life. In my profession I can work all over
the world, but I prefer unusual places: A beautiful landscape, nice people, a small town close by the ocean. And my work/help should be desired.
Since I have sold my dental office in April 2007, I worked in Ecuador (4 weeks) and on Mindanao/Philippines (6 weeks) for NGO´s. In January and February 2009 I´ll stay in Ecuador again.
The Falkland Islands, I think, could be the right place for me.

Work Experience

I had my own dental office for successful 37 years. Since my dental examinations 1967 I continued my studies by many courses, 5 to 6 a year, especially in Endodontics, Periodotology, Prosthetics, Prophylactic Dentistry etc. In my office I employed one Dental Hygenist and 4 other assistants.



24.5.06           Auszug EMail von Frau Karin Gleixner - Stadt Nürnberg            
Feststellung der Not und der Entschluss zur Hilfe von DWLF



..............Ich hatte von Anna Handick auch eine Kopie des Krankenhausdirektors in San Carlos erhalten, in welchem er folgendes schrieb:

"es gibt in der Region nur 4 Zahnärzte (...) für 107.000 Einwohner. In San Carlos selber haben wir nur 2 Zahnärzte für 41.000 Einwohner. Das verschlimmert sich durch die Verteilung der Einwohner (12 Einwohner pro km2) und aufgrund des Bedarfs von zahnärztlicher Ausstattung. Wir bräuchten dreimal eine Ausstattung, nämlich im Verwaltungszentrum San Carlos, im Gesundheitszentrum Los Chiles und im Gesundheitszentrum Las Azucenas.

Wie ich gestern erwähnte, leben ja ca. 80 % der 41.000 Einwohner von San Carlos verstreut in ca. 85 ländlichen Gemeinden, die teils sehr schwer erreichbar sind.

Wir werden spätestens nach Rückkehr von Anna Handick im September wieder voneinander hören.

Bis dahin freundliche Grüße
Karin Gleixner


13.11.09 Auszug von EMail an Dr. Schlichtenhorst und andere     
Wichtig: Vertrag mit dem Gesundheitsministerium


Liebe Freunde,

Dr. Ekkehard Schlichtenhorst ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ) - ein erfahrener Zahnarzt reist Ende der kommenden Woche für längere Zeit nach Nicaragua.
Er hat sich bereit erklärt, die Räume in San Carlos auszumessen, die für die Zahnstation in Frage kommen, die Presse zu aktivieren und beim Gesundheitsminister zu versuchen, die Unterschrift unter den Vertrag zu bekommen.

Ich möchte Euch bitten, ihm den Zambiavertrag auf spanisch zu übersetzen, umzuändern und zuzusenden, so dass der Name und Anschrift des Gesundheitsministers stimmt.
Zudem bitte ich ihm mitzuteilen, wer in San Carlos die Ansprechpartner sind und ihm vielleicht noch was mitzugeben, dass er auch im Namen der Stadt Nürnberg kommt.

Wir brauchen unbedingt den Vertrag mit dem Gesundheitsminister.

Zur schnelleren Kommunikation:
Dr. Schlichtenhorst    Tel. 08382-8486   Handy: 0170-869 3545
Frau Anna Handick - Vorsitzende der Vereines Nicaragua e.v.  Tel 0911-3669199  Handy: 0151-204 371 33 
Frau Karin Gleixner - Im Amt für Int. Beziehungen der Stadt Nürnberg - Verantwortl. für Nicaragua: Tel: 0911- 403614  Tel: 0911-231 5043   Fax: 0911-231 5052


27.12.09       Auszug  EMail von Dr. Schlichtenhorst          Besuch in der Deutschen Botschaft in Managua

Hallo Herr Kollege Macher,
ich bin in Managua und dabei, meine Weiterreise nach San Carlos zu organisieren. Frau Birgit Martinez von der Deutschen Botschaft ist mir dabei sehr behilflich, auch versucht sie, einen Zeitungsreporter auf das Projekt anzusetzen. Ich habe auch weitere Kontakte in San Carlos bekommen, eine Frau Hilde Duewel, die mir moeglicherweise vor Ort weiterhelfen kann. Was immer ich dort vorfinden mag, ich werde mich bei Ihnen melden, sobald ich neue (hoffentlich positive) Informationen habe.
Ich hatte von Frau Handick die deutsche Version eines Mustervertrages bekommen. Sie sollte die spanische Version an Frau Martinez schicken, weil ich damals schon abgereist war. Aber hier ist der Vertragsentwurf nie angekommen. Zum Vertrag selber meine Einschaetzung: Er ist sehr blumig undl ausschweifend gestaltet. Ich meine, es waere einfacher, die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien auf eine Seite zu konzentrieren:
Verpflichtung von DWLF: Einrichtung und Betriebsbereitschaft einer Zahnstation; Zusammenarbeit und Weiterbildung unter der Mentorenschaft deutscher Zahnaerzte.
Verpflichtung des Gesundheitsministeriums: Anerkennung der DWLF-ID-Card; Reibungsloser Import von Geraeten und Materialien.

Das sind die Kernpunkte, wenn ich sie richtig verstanden habe. Ausser einer Laufzeit von 5 Jahren, Kuendigungsfristen und ein paar vertragsspezifischen Floskeln waere das m.E. genug. Kontakte mit dem Gesundheitsministerium haben wir noch nicht aufgenommen, das moechte ich erst nach meiner Rueckkehr von San Carlos anstreben. Die Botschafterin Frau Dr. Kern wird mir dabei sicher den Weg zu einem Staatssekretaer ebnen. Aber ebenda brauche ich einen unterschriftsreifen Vertrag. Ein Dolmetscher wird mir auch zur Verfuegung stehen, denn mein Spanisch reicht fuer komplizierte Gespraeche nicht aus.

Sie koennen mich weiterhin kontaktieren unter meiner deutschen e-mail-Adresse Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , ich habe von hier aus Zugriff darauf.

Mit besten Gruessen aus dem feucht-heissen Managua ins kalte Deutschland

Ekkehard Schlichtenhorst



20.12.09         Auszug EMail von Dr. Schlichtenhorst                     Raubüberfall


Sehr geehrter Herr Macher,
morgen frueh fahre ich per Bus nach San Carlos, wo ich mit Frau Hilde Duewel zusammentreffen werde. Bin gespannt, was ich dort vorfinden werde. Jedenfalls bin ich froh, Managua verlassen zu koennen. Ich hatte naemlich einen unangenehmen Zwischenfall, besser gesagt bewaffneten Ueberfall, der mir zum Glueck "nur" rund 300 US$ zum Opfer fielen. Deshalb habe ich ein paar Fakten zusammengestellt, die Sie an zukuenftige Nicaragua-Reisende verteilen sollten.Siehe Anlage.
Viele Gruesse
Ekkehard Schlichtenhorst



28.12.09           Auszug EMail von Dr. Schlichtenhorst                              Abwägen der Nachhaltigkeit       


Von: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können [mailto: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ]
Gesendet: Montag, 28. Dezember
2009 01:13
An: Dr. MacherBetreff: San Carlos


nicklein091231praxisinnen3622.jpgSehr geehrter Herr Kollege Macher,                                                                nicklein091231praxisinnendscf3621.jpgF
ich befinde mich momentan noch in Granada. San Carlos hatte ich am Dienstag verlassen, kam nachts um 01:30 h auf Ometepe an und blieb dort bis gestern, weil es wegen der Weihnachtstage auch nicht anders moeglich war. Ich haette in Managua auch nichts anderes ausrichten koennen, abgesehen davon, dass ich Managua nach dem Raubueberfall auf mich so gut es geht meiden moechte.
Morgen werde ich mit der Botschaft, speziell Frau Birgit Martinez, Kontakt aufnehmen und fragen, ob Nachrichten fuer mich bereit liegen (von Ihnen), und ob ich eine Chance habe, mit einem hoeheren Mitarbeiter des MINSA zu sprechen. Davon haengt ab, wann ich nach Ocotal, meinem eigentlichen Reiseziel hier, weiterreisen werde.
In San Carlos habe ich ein laengeres Gespraech mit Herrn Josef "Sepp" Baumann gefuehrt. Er war 2 Legislaturperioden lang Buergermeister einer Gemeinde bei Kehlheim und lebt mit seiner nicaraguanischen Frau (seine erste ist verstorben) halbjaehrlich in San Carlos. Er ist uebrigens ueber seine verstorbene Frau bestens bekannt mit Frau Karin Gleixner aus Nuernberg.
Herr Baumann teilt unsere (Frau Duewel´s und meine) Meinung ueber das Problem einer besseren Ausstattung der dortigen Praxis im Centro de Salud: Er prophezeit einer solchen Massnahme keine lange Lebensdauer. Ich erzaehlte ihm von der alternativen Moeglichkeit, eine mobile Zahnstation auf einem gelaendegaengigen Fahrzeug einzurichten, um damit Schulen zu besuchen und an Krankenhaeusern Schwangeren-Beratung und -Behandlung durchzufuehren. Dieses Konzept ueberzeugte ihn offenbar. So hat er mir versprochen, zusammen mit seiner Frau einen vertrauenswuerdigen Fahrer ausfindig zu machen, der gleichzeitig technische Begabung zur Wartung und Pflege der Ausruestung mitbringen wuerde. Bisher habe ich keine Nachricht von ihm.
Seine e-mail-Adresse ist: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Ich melde mich bei Ihnen sobald als moeglich, bzw. wenn sich neue Fakten ergeben sollten.

Viele Gruesse aus der Hitze
Ekkehard Schlichtenhorst



31.12.09         Auszug EMail an Dr. Schlichtenhorst und andere                      

Viel Vorarbeit wurde geleistet, 
Viele miteinander vernetzte Helfer ziehen an  einem Strang. Jetzt kommt der schwierigste Part: Die Verträge.
 

Sehr geehrter Herr Dr. Ekkehard Schlichtenhorst, liebe Freunde,

nicklein091231vonschaufmass3627.jpgherzlichen Dank Herr Dr. Schlichtenhorst, dass sie die Ausmessungen der Räume in San Carlos so gut vorgenommen haben und sich alle Mühen auf sich genommen haben, nach San Carlos zu kommen. Darf ich auf unserer Homepage von Ihren dankenswerten Aktivitäten berichten?

Herr Dr. Wolfgang Credner aus Berlin, unser Zahnstationsarchitekt wird sich Gedanken machen und einen Plan erstellen, so dass wir eigentlich bald beginnen könnten.

Allerdings stehen hier jetzt noch 2 Verträge vorher an und die Möglichkeiten für die Übernachtung in zwei Doppelzimmer nach mitteleuropäischen Hygienestandard muss gewährleistet sein.(Duschbad)

Verträge:

1.) Der Vertrag mit dem Gesundheitsministerium  2.) Der Vertrag mit dem Träger des Krankenhauses und dem später verantwortlichen Zahnarzt, der für den Bestand der Instrumente verantwortlich zeichnet. 

Da ich des spanischen nicht mächtig bin, habe ich ja erwartet, dass Frau Anna Handick Ihnen die spanische Übersetzung des Vertrages schickt, damit sie bei MINSA vorsprechen können.

Frau Anna Handick habe ich die Verträge zukommen lassen; ich füge Ihnen allen im nächsten Schreiben nochmals die Verträge als Anhang bei.

Zu 1.) Dies ist zum einen der, den wir mit Zambia abgeschlossen haben (Englisch), zum anderen der, den wir in Deutsch formuliert haben, der inhaltlich die wesentlichen Punkte erfasst.
Zu 2.) Dieser Vertrag ist in Deutsch.

Sehr geehrte Frau Anna Handick und Frau Karin Gleixner, können Sie dafür sorgen, dass diese Verträge an alle oben Angeschriebenen  in Spanisch zugehen?
Ansonsten hat es keinen Sinn, in Nicaragua zu investieren, wenn vorher nicht alles geregelt ist. Selbst dann ist noch nicht gesichert, dass wir enttäuscht werden.
Aber durch den regelmäßigen Besuch von deutschen Zahnärzten können wir eine gewisse Kontrolle ausüben.
Herr Dr. Schlichtenhorst hat für DWLF jetzt die notwendige Arbeit erledigt - ich bitte jetzt die anderen, das Ihrige zu tun, wenn Sie Interesse haben, dass dieses Projekt in 2010 umgesetzt werden kann. Wir können nur etwas erreichen, wenn wir gemeinsam mit voller Energie an einem Strang ziehen.

Vergessen Sie nicht: schreiben Sie bitte immer an alle - so dass alle -inzwischen 5 Personen - informiert sind.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Jahresanfang und ein erfolgreiches Jahr 2010 und
wünsche Herrn Schlichtenhorst noch erfüllende Tage in Nicaragua.

Herzlichst Ihr Claus Macher


Fortsetzung folgt

 
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