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DWLF - Zusammenfassung des Treffens im Centro de Salud, San Carlos 20.8.2009
(Anwesend: Dr. Freddy Ruiz Álvarez, Direktor des Centro de Salud; DR. Guillermo Rodriguez Pérez; Lic. Angel Tenorio Galeano, Verwaltung;
Anna Handick, später auch Zahnärztin Dr. Anabela Cruz)
Zahnärztliche Versorgung in San Carlos
In der Region Rio San Juan (ca. 98.000 Einwohner) gibt es nur 3 Zahnärzte mit Zulassung des MINSA(Gesundheitsministerium). Es werden nur Zähne gezogen,.....
..........es gibt auch einige private Zahnärzte, die meistens auch nur Zähne ziehen. Füllungen und Brücken sind zu teuer oder die technischen Vorraussetzungen sind nicht gegeben.
Betäubung für Zahnbehandlung gibt es auch kaum.
Die momentan „neuste" angewandte Technik in San Carlos ist das Versiegeln der Backenzähne der Grundschulkinder (mit Global Humanitaria), bei Besuchen in den Schulen
Es gibt je einen Stuhl in San Carlos, Los Chiles und Azucenas, aber alle sind kaputt. Teilweise sind es nur kleine Fehler, doch mit den Technikern aus Managua gab es bisher nur schlechte Erfahrungen. Die Techniker arbeiten privat und haben z.B. funktionierende Teile aus den Einheiten ausgebaut und die Stühle funktionierten nach der Reparatur noch weniger als zuvor. Da sich das Personal nicht mit den Einheiten auskennt, konnte es die Reparatur nicht überwachen.
Das Centro de Salud veranstaltet regelmäßig „Ferias Medicas"(„Gesundheitsmärkte") in den verschiedenen Regionen. Normalerweise nehmen an den Ferias 5-6 Allgemeinärzte, ein Zahnarzt, ein Labortechniker und mehrere Krankenpfleger teil. Sie bleiben ein paar Tage dort. Im Schnitt werden 200-300 Behandlungen täglich durchgeführt (Zahnärzte ziehen auch dort nur Zähne), außerdem gibt es Vorträge und es wird für Prävention geworben.
Aufgrund der Gesetzte in Nicaragua müssen alle Behandlungen, die über das Centro de Salud durchgeführt werden, kostenlos sein.
Meinung zum Vorschlag von Zahnärzte ohne Grenzen:
Mit der Einrichtung einer Station und Besuchen durch die Zahnärzte ohne Grenzen würde die Situation sehr verbessert.
Eine mobile Einheit wäre am besten, da ca. 70% der Menschen auf dem Land leben. Die Station könnte u.a. bei den „ferias Medicas" eingesetzt werden.
Übersetzung (englisch-spanisch) könnte u.a mit Freiwilligen (Peace Corps, u.a.) organisiert werden.
Um eine Unterkunft würde sich das Centro de Salud kümmern.
Das Centro de Salud hat schon Erfahrung mit anderen medizinischen Brigaden. Daher dürfte auch die Erlaubnis, in Nicaragua zu behandeln kein Problem sein.
Vom Centro de Salud kam die Frage, ob evtl. auch ein Techniker oder jemand, der mit der Technik vertraut ist, nach San Carlos kommen könnte, um die vorhandenen Stühle zu überprüfen oder zu reparieren, da aufgrund der schlechten Erfahrung und Geldmangel keine Techniker aus Managua mehr bestellt werden.
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