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Bericht über meinen Aufenthalt in Nepal
Dr. P. R., Kempten
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Bei meinem ersten Besuch in Nepal vor 11 Jahren konnte ich die Eröffnung vom SKM Hospital miterleben.
Von diesem Zeitpunkt an hatte ich den Traum, wieder einmal hierherzukommen,um medizinische Hilfe zu leisten. Letztes Jahr im November wurde dieser Traum wahr......
.........Nepal zählt heute immmer noch zu den ärmsten Ländern .Für das Gesundheitswesen werden jährlich 12 $ pro Einwohner für medizinisc he Basisversorgung ausgegeben.Der Staat konzentriert sich auf Einrichtungen von medizinischen Versorgungsposten,an denen es aber in Bergregionen und ländlichen Gebieten mangelt.Hier heilen z.T. noch die Schamanen die Kranken.Die nepalesische Organisation UNMIRA hat sich zum Ziel gesetzt,gerade diese Gebiete zu versorgen.Das SKM Hospital mit DENTISTS WITHOUT LIMITS unterstützen solche Einsätze außerhalb mit dem dazu erforderlichen Equipment.
Gerade im November wurde so ein Einsatz in Rural Area geplant,wozunich mich nach kurzer Rücksprache mit Christa Drigilla - Managerin des SKM Hospitals – sofort entschloß..
Nach einer abenteuerlichen Fahrt in überfüllten Jeeps,
Bild 018, einer Übernachtung im Freien Bild o51 und einem 1-tägigen Fußmarsch über einen 4ooo m hohen Paß erreichten wir unser erstes Camp nahe des Klosters BIGOU.
Der dortige Lama begrüßte uns herzlich
Erdankte uns auf überschwängliche Weise für unseren Einsatz bei seinen Leuten.
Im ersten Camp erwartete man uns schon sehnlichst
Wir wurden mit Blumenbändern,Seidentüchern und vielen kleinen Geschenken überschüttet.Ich war überwältigt und den Tränen nahe vor Rührung..
Von Anfang an habe ich mich als einziger Nicht-Nepali in diesem Team wohlgefühlt.Ich wurde von ihnen geschätzt,w ohl deswegen,weil ich wie ihresgleichen gelebt habe.Wir waren 3 Ärzte,außer mir noch ein Augenarzt und ein praktischer Arzt.
Wie sehr unser Einsatz erwartet wurde,sieht man an dieser Schlange.
Hier kann unter Einhaltung hygienischer Standards Großartiges an Hilfe geleistet werden.
Es war nicht immer leicht,über Stunden in dieser unbequemen Haltung zu arbeiten.
Am Abend zurück in der Lodge wurde es dann richtig nepalesisch
Mit Nepaliwein als Aperitif , Dalbat und Tanz waren die Strapazen des Tages gleich vergessen.
Das nächste Camp in Khopachagu verlief ähnlich:herzlicher Empfang,arbeitsreiche Tage mit ständig wachsender Patientenschlange und anrührende menschliche Begegnungen.Die Zahl der Extraktionen stieg täglich,inzwischen auf 8o bis 9o .
An das letzte Camp erinnere ich mich besonders gerne

In einer von uns umfunktionnierten konnte nicht nur ich vielen Patienten helfen, sondern Dr.Kamal,der Augenarzt,hat hier Großartiges geleistet.Bis zu 25 Katarakt-OPs führte er in den 4 Tagen täglich durch.
Die Blinden wurden z.T.zwei Tage über die Berge hierher getragen.
Ergreifende Momente haben sich abgespielt,als die Verbände am nächsten Tag auf dem Schulhof entfernt wurden
Von diesem Camp führte uns ein abwechlungsreicher Weg mit über 1000Höhenmeter
und unvergesslichen Eindrücken nach Sigatim.Von dort brachte uns der überfüllte Lokalbus auf abent euerlichen Wegen nach Kathmandu.(12 Stunden für 240 Kilometer!!!!!)
Die letzten drei Wochen verbrachte ich im SKM-Hospital.Verg lichen mit der Zeit im Camp war ich hier fürstlich untergebracht.Doch das ursprüngliche Nepal, wie ich es im Camp erleben konnte,vermisste ich anfangs schon ein wenig.
Gleich am ersten Tag nach dem Camp gab es einen riesigen Patientenansturm.Ganz klar,in den 3 Wochen Aussencamp war die Zahnstation verwaist.Das Arbeiten fiel hier wieder viel leichter.Das Behandlungszimmer entspricht fast unser en Normen,und es ist alles da,was man braucht.Mit Hari zu arbeiten machte viel Spaß.Hier steht einem ein sehr kompetenter Helfer zur Seite,der neben seiner Helfertätigkeit auch die Kommunikation mit den nepalesischen Patienten übernimmt.Zahnerhaltung stand wieder im Vordergrund mit Füllungen, Wurzelbehandlungen und Prophylaxe .Teilwei se hatte ich sehr schwierige Patienten wie Z.B. die Kumari,die an einem Ameloblastom vor vier Jahren operiert wurde.
und andere mit starken Verbrennungen im Gesicht.
Starke Narbenzüge machten eine Behandlung fast unmöglich.
Einige debile Kinder versorgte ich in Narkose.Es war ein großes Spektrum zu bewältigen,was die Arbeit aber interessant machte.
Abschließend kann ich nur sagen,es ist eine zutiefst befriedigende Aufgabe,den Ärmsten auf eine so ndirekte Weise zu helfen,da zu sein,wo man gebraucht wird und frei arbeiten zu können,ohne von einer Kasse gegängelt zu werden.
Beim Abschied beschlich mich das Gefühl,mehr bekommen zu haben als ich geben konnte.
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