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Asien / Indien / Coonoor / v. Dr. Astrid Luft / 4.2009 Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Astrid Luft - 41751 Viersen - Tel. 0049 - 2162 - 58382   
Montag, 20. April 2009




Von: Dr. Astrid Luft <
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Datum/Uhrzeit: 20.04.2009 / 13:11 (Empfang)
Nachrichtenart: E-Mail   

Betreff: Reisebericht Indien (30.03.-17.04.09)


Sehr geehrter Kollege Macher,

unsere gemeinsame Kollegin Dr. Ulla Heilemann aus Berlin hat mich
gebeten, einen kurzen Bericht von meinem Aufenthalt in Coonoor vom
30.03.-17.04.09) an die Stiftung zu schicken.........

.........Ich bedanke mich ganz herzlich für die klasse Ausstattung der Zahnstation. Die Menschen dort sind sehr, sehr dankbar für die Hilfe, die ihnen mit der neuen
Einrichtung zugekommen ist.
Die Organisation der Reisen in die verschiedenen Kinderdörfer war von indischer Seite sehr gut organisiert, die Unterstützung meiner Arbeit 100 %ig.


Auf Wunsch des Leiters des CMS India, Dr. Solomon, habe ich vornehmlich
Reihenuntersuchungen vorgenommen und den Behandlungsbedarf in insgesamt
sechs Kinderdörfern und zwei Ausbildungsstätten für Jugendliche
festgestellt. Die Krankenblätter wurden in ein Ordnungssystem
integriert, so dass die zu behandelnden Kinder leicht von nachfolgenden
Behandlern identifiziert werden können.

Leider war es mir aus Zeitgründen nur möglich ca. 90 Patienten zu
behandeln; insgesamt habe ich in den drei Wochen ca. 730 Patienten
untersucht / behandelt. Bei durchschnittlich 40 % der untersuchten
Kinder im Alter zwischen sechs und 17 Jahren war keine Behandlung
notwendig, weitere ca. 20-25 % bedürfen der Füllungstherapie bzw. Zst- /
Konkremententfernung und bei ca. 15-20 % sind eine oder mehrere
Extraktionen notwendig. Die genaue Statistik liegt Dr. Solomon und Dr.
Heilemann vor und kann Ihnen bei Bedarf zugemailt werden.


Auffällig ist die Prävalenz von Fissurenkaries vornehmlich der 1. und 2.
Molaren bleibender Dentition. Aufgrund dessen habe ich Dr. Solomon die
frühzeitige Versiegelung dieser und evtl. auch der beiden Prämolaren
dringend empfohlen.

Die meisten Füllungen, die ich gelegt habe, waren
einflächig okklusal. Approximalkaries war extrem! selten zu beobachten.
Die Versiegelung sollte natürlich mit weiteren Informationen und
Demonstrationen zur Mundhygiene und Zahnpflege unterstützt werden
(Stichwort: Gruppenprophylaxe).


Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Astrid Luft M.A.
Bodelschwinghstr. 85-89
41751 Viersen
0 21 62 / 5 83 82

 
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