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Asien / Nepal / Amppipal / von Dr.Roeding und Dr. Rahmlow / 2.2008 Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Karla Roeding   
Mittwoch, 17. Dezember 2008

Zwei Zahnärztinnen ohne Grenzen

Ein herausragender Informationsbericht, der Appetit
macht und zeigt, was zwei Frauen mit Phantasie und Unter-
nehmungslust alles erleben können. C. Macher


1_abreise_ausschnitt_kopie.jpgNachdem ich 2007 drei Wochen „grenzenlos“
in Nepal war und in Trishuli gearbeitet hatte,
sollte mein nächster Nepalaufenthalt eine
Steigerung in jeder Hinsicht werden.......


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........vor allem, weil Flüge nach Nepal in der Hauptreisezeit nicht immer
zu den gewünschten Zeiten zur Verfügung stehen, hatten sich diesmal
Christa Drigalla
vier Wochen Aufenthalt ergeben.
Außerdem hatte ich die Reise zusammen mit meiner Kollegin Dr.
Sabine Rahmlow geplant. Am 23.10.08 traten wir gemeinsam die Reise, mit je 17 kg Spenden im Gepäck, an.

Das Sushima Koirala Memorial Hospital war unser erster Einsatzort. Wir wurden von einem Fahrer des SKMH abgeholt und waren sofort von der Buntheit der Stadt Kathmandu un2askm-hospital_-klein.jpgd der Landschaft in Richtung Sankhu begeistert

Christa Drigalla
Reisernte in Sankhu
Wir hatten ein schönes, mit Rattanmöbeln eingerichtetes Zimmer mit herrlichem Ausblick auf den Fluss und die Reisterassen. Dusche und Küche waren gleich nebenan und auch eine Kantine, die man nutzen kann, gibt es.

2c_skm-hospital_-klein.jpg

1areisernte-klein.jpgIm SKM haben wir eine Woche mit dem Assistenten Harry in der Zahnambulanz gearbeitet. Die Patienten kommen ohne Anmeldung, meist mit Schmerzen, oder auch, um ihre Zähne reinigen zu lassen. Das Behandlungszimmer ist sehr gut ausgestattet. Manche „Mitbringsel“ sind sogar etwas zu speziell. Befestigungsmaterial für Keramikinlays wird dort eher nicht benötigt! Neben der Behandlung haben wir die Schränke8_nagarkot_farmhaus-klein.jpg aufgeräumt und gemeinsam mit Harry die Flächen gereinigt. Es kostet immer einige Überw3a_behandlung_im_skm_-klein.jpgindung, den dental assistent darauf hin anzusprechen, ist aber überall dringend notwendig. Darauf, dass es weiter so gemacht wird, müssten unsere Nachfolger achten.

Nagarkot Farmhouse

In die Zeit im SKM-Hospital fielen gerade 3 Tiharfeiertage, die wir zu einem Ausflug nach Nagarkot nutzten. Schon dort waren wir von dem Ausblick auf die hohen schneebedeckten Berge begeistert, aber es sollte noch viel besser kommen.


4_auf_dem_weg_nach_nagarkot-klein.jpg Christa Drigalla war uns bei der Registrierung und der Organisation der Weiterreise ins Amppipal7a_kattike-klein.jpghospital behilflich, die wir nach einer Woche mit Thomas Hales „Geheimnisvolles Nepal“ im Gepäck, antraten. In diesem Buch beschreibt ein Missionsarzt seine Erlebnisse in Amppipal in den 70er Jahren. Vieles erkennt man heute noch wieder!
In Amppipal wurden wir von einem überwältigenden Blick auf Annapurna und Manaslu und auch von Dr. Günter Kittel begrüßt, der zu dieser Zeit Dr.

Weg nach Nagarkot



Wolfhard Starke während seines Urlaubs vertrat. Wir genossen seine und die Gesellschaft unserer menschlichen Mitbewohner im Gästehaus: Veronika, eine11_amppipalberg_liglikot_mit_dr._gnter__kittel-klein.jpg „Fast“ärztin aus der Schweiz und Toni, ein Abiturient aus Deutschland. Günter und Veronika zeigten uns die nähere Umgebung. Die herrliche Landschaft mit Reisterrassen, Bananenstauden, Riesenweihnachtssternen, Bougonvileen, Tagethes, Canna indica und blühendem Senf vor schneebedeckten Achttausendern und wunderbar blauem Himmel beeindruckte uns sehr.


Mit Dr. Günther Kittel auf dem Berg Liglikot

13_amppipal-klein.jpg

12_schuluntersuchung_mit_panorama-klein.jpg An unserem ersten Arbeitstag untersuchten wir 650 Schulkinder(!). Ca 170 Schüler und auch einige Lehrer waren behandlungsbedürftig und wurden neben den vielen Erwachsenen, die aus der Umgebung ins 15_warteraum-klein.jpgHospital kamen, durch uns behandelt.15a_daal_baat_-klein.jpg
Es war keine Seltenheit, dass etwa 20 Erwachsene und noch eine Schulklasse gleichzeitig im Warteraum auf die Behandlung warteten. Am ersten Behandlungstag 16_maile_didi_-klein.jpgwaren wir von dem Andrang so überwältigt, dass wir Teepause und Lunch ausfallen ließen. Auf Dauer konnten wir aber nicht auf Maile Didis Omelett und das Daal Bhaat zum Lunch verzichten. Bei der Behandlung unterstützen uns Prehm,15c_frhstck_in_amppipal_-klein.jpg ein sehr vielseitiger Assistent, der sonst in Amppipal die Zähne zieht und Toni aus Leipzig, der absaugte oder die Lichthärtlampe hielt. Auch hier haben wir „nebenbei“ die Schränke ausgewischt und die als Schrankpapier




Maile Didi

verwendeten Tageszeitungen mit Datum aus dem vorigen Jahrhundert entfernt. Frühstück in Amppipal


Unsere mitgebracht14_spenden_-klein.jpgen Spenden konnten wir gut gebrauchen und ei15a-klein.jpgniges ist davon noch übrig geblieben. Wir hoffen, dass Herr Franke unsere Arbeit weiterführen kann und dass in Zukunft öfter Zahnärzte aus Deutschland das „Abenteuer Amppipal“ wagen. Es ist etwas ganz Besonderes in dieser abgelegenen Berggegend zu arbeiten und zu wohnen. Jedes Mal auf dem fünfminütigen Weg von unserem Gästehaus ins Hospital konnten wir den Blick auf die herrliche Bergwelt17_kinder_in_amppipal_-klein-.jpg genießen.
Jede Behandlung der Patienten
ersparte ihnen weitere Schmerzen oder Probleme.
Füllungen, die wir dort nicht legen, legt kein anderer! Die untersuchten Schulkinder benötigen eine
Fortsetzung der konservierenden Behandlung.
15b_gstehaus-klein.jpg

Günstig ist, zu zweit nach Amppipal zu gehen, entweder zwei Zahnärzte oder ein Zahnarzt mit Helferin. Wichtig ist, mit dem Vorgänger in Kontakt zu treten, um sich über benötigte Sachen austauschen zu können. Wenn es keinen direkten Vorgänger gibt, sind konkrete Fragen über Babu Ram Giri an Dr. Starke zu stellen, der dann den Assistenten20_pokhara-klein.jpg Prehm wegen benötigter Sachen befragen sollte. Leider gibt es nicht immer eine Internetverbindung.


Guesthouse in Amppipal


Nach 11 Tagen verließen wir Amppipal wieder mit dem 18_bananenstaude_-klein.jpgJeep und fuhren ab Dumre mit dem Bus nach Pokhara. Unterwegs flog ein Rucksack


vom Dach, konnte aber geborgen werden.In Pokhara tauchten wir wieder in die Zivilisation mit herrlichem Essen, warmer Dusche, schönen Betten und Internet ein.

22_pass_zwischen_ghorepani_und_tadapani-klein.jpg

Freiwillig verließen wir diese aber wieder und brachen zu einer kleinen Annapurnarunde auf und konnten nun auch auf Dhaulagiri und Fishtail blicken und 21_kleine_annapurnarunde-klein.jpgdurch Rhododendrondschungel wandern.

Pass zwischen Ghorepani und Tadapani

29_swajambunath-klein.jpg

Nach diesen beeindruckenden Erlebnissen sind wir in die Hauptstadt Kathmandu zurückgekehrt, die man nach der Beschaffung einiger Souvenirs auch gern wieder Richtung 23_tadapani_-klein.jpgHeimat verlässt.


Swayambhunath in Kathmandu

Karla Roeding
Dr. Sabi28_frau_-klein.jpgne Rahmlow







 
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