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Bericht Dental Camp in Kailali (1.6.-6.6.08)
Team: Dr. Christian Kyber (Zahnarzt) (
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Dr. Anette Scheuren (Zahnaerztin)
Harry Shrestha (Assistent)
Zur Friedensfoerderung zwischen der nepalesischen Regierung und den Maoisten unterstuetzt die deutsche Gesellschaft fuer technische Zusammenarbeit (GTZ) zahnaerztliche Behandlungscamps in den Cantonements der Maoisten.......
.....So brachen am 1.6.08 wir, Dr. Kyber, Dr. Scheuren und Hary Shrestha, als unsere Assistenz, mit dem Flugzeug von Kathmandu nach Nepalgunj auf, um im Terrai zahnmedizinische Hilfe anzubieten. Dort wurden wir von Temperaturen um die 40 Grad Celsius empfangen. Gleich am naechsten Morgen wurden wir mit Hilfe des GTZ nach Kailali gefahren, das Hauptcamp der Maoisten liegt 12 km entfernt vom Highway und ist nur ueber eine Schotterstrasse erreichbar. Dort angekommen bauten wir unsere Instrumentarien im uns zugewiesenen Zimmer auf und begannen mit den Behandlungen. Da keine Elektrizitaet vorhanden war, konnte die portable Einheit nicht verwendet werden, sodass sich die Behandlungen auf Check ups, Cleanings und Extraktionen beschraenkten. Dies aenderte sich erst am dritten Tag, sodass wir allerdings dem grossen Behandlungsbedarf an Fuellungen nicht gerecht werden konnten. Da kein destilliertes Wasser - auch nicht in Nepalgunj - zu kaufen war, mussten wir auf Mineralwasser aus Flaschen zurueckgreifen. Die portable Einheit bewaehrte sich auch bei den hohen Aussentemperaturen. Da wir zwei Zahnaerzte im Camp waren, konnten wir die Arbeit aufteilen, einer arbeitete nahezu ununterbrochen mit der Einheit und der andere fuehrte die Extraktionen, neben den Cleanings und Check ups, durch. Ein Uebernachten war in dem Camp und im anliegenden Dorf nicht moeglich, sodass wir taeglich zwischen Dhangathi und dem Camp mit einem angemieteten Jeep pendeln mussten.
Abb. 1: Dr. Kyber im Cantonement Kailali bei der Arbeit mit der portablen Einheit
Am 4. Tag fuhren wir zu einem Subcamp direkt am Highway bei Masuliya, das den Vorteil hatte, dass die Stromversorgung nahezu ununterbrochen gesichert war. Den letzten Tag fuhren wir zu einem Camp nach Gorange. Von dort ging es abends mit Hilfe der GTZ zurueck nach Nepalgunj und schliesslich nach Kathmandu.
Abschliessend ist zu sagen, dass generell ein sehr grosser Behandlungsbedarf besteht, dem wir in der kurzen Zeit auch nicht gerecht werden konnten. Da die Patienten ein Alter zwischen 18 und 35 Jahren hatten, war der Bedarf einer konservativen Fuellungstherapie sehr hoch und somit der Einsatz der portablen Einheit aeusserst hilfreich. Daneben besteht auch prothetischer (vor allem nach Frontzahnverlust) und in geringerem Ausmass funktioneller Behandlungsbedarf.
Folgende Massnahmen wurden durchgefuehrt:
Patienten (total): 62 Frauen
215 Maenner
à darunter: 185 Extraktionen
56 Fuellungen
31 Cleanings
11 ohne Befund
à unter diesen besteht weiterer Behandlungsbedarf:
296 Fuellungen, Extraktionen, Prothetische und
funktionelle Massnahmen
Abb.2: Patientenfall: persistierender 53 mit vestibulaer verlagertem 13
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