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| Sonntag, 3. August 2008 |
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Mongoleierlebnisse 2008 - 1. Erfahrungsbericht direkt aus Suckbaatar Aimak und später ergänzt
Sich in der Mongolei zu bewegen ist nicht so einfach: Man muss einen Jeep mit Fahrer mieten, der möglichst Englisch kann oder zudem noch einen Dolmetscher. Das verursacht Kosten, die sich aber lohnen und die durch die Anzahl der mitfahrenden Personen der DWLF aufgeteilt werden.
Selbst zu fahren ist nicht empfehlenswert, da die Namen in kyrillischer Schrift dargestellt und wenig Wegweiser vorhanden sind.
Zudem ist hier echte "Fahrkunst" mit dem Allrad nötig, da besonders bei Regen oder Sandstürmen die Verhältnisse die Unerfahrenen meist überfordern.......
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......Dr. Wolfgang Credner (
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), Dr. Heiner Kraft (
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), Tuul Sudnompil (
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) und Dr. Claus Macher (
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) sind mit den mongolischen Partnern voll zufrieden:
Nach Gespraechen mit den Kollegen, Klinikleitung, dem Governor und dem Finanzminister wurde das Programm der DWLF fuer die Mongolei voll begruesst und uns versprochen, die volle administrative Unterstuetzung von den politischen Funktionsträgern zu bekommen.
Dies wurde uns später auch von der Aussenministerin bestätigt.
Wir versprechen uns, dass unsere Arbeit dadurch weitgehend erleichtert wird.
Immer wieder hörten wir den anerkennenden Satz:
Da kommen die deutschen Zahnärzte
10 000 km her, um unserem Volk zu helfen - es ist kaum zu begreifen.
In Dari-Gan Ga sum konnten wir letzlich den Finanzminister treffen und wurden von ihm und dem Governor in die Ehrenloge eingeladen, um den Ringkämpfen beim Naadamfest zuzuschauen. Der Austragungsort war das "weltenergetische Zentrum", der mongolische heilige Berg "Altan Ovoo", ein erloschener Vulkan, auf dessen Spitze ein Stupa steht und auf welchen alle 4 Jahre eine riesige Pilgerfahrt stattfindet. Wir hatten das Glück, mit hinaufpilgern zu dürfen. Der bekannte Ganga-See, der Ende August mit den nach China ziehenden Schwänen bedeckt ist und dessen Quelle, die durch Pfeifen zu sprudeln beginnt, war ganz in der Nähe.
Die Hauptbetaetigung wird neben den ueblichen konservierenden und chirurgischen Taetigkeiten fuer die DWLF die Prophylaxe sein, da auch hier gnadenlos die manchen süchtigmachenden zuckerhaltigen Limonaden und "Leckerli" aus dem Ausland Einzug halten und die Mundhygiene kaum betrieben wird. Bei vielen Jugendlichen unter 10 Jahren mußten die ersten großen Backenzähne gezogen werden.
Da die Zahnbürsten made in China nur 12 Cent und die Zahnpasta 15 Cent kostete, wurde jedem untersuchten Kind eine "Mundhygieneset" überreicht. Sie trugen dieses stolz davon.
Für die ganz kleinen tapferen Nachfahren von Dschingis Khan hatten wir auch ein paar trostspendende Kuscheltiere dabei.
Im Krankenhaus, das fuer 54 000 Menschen zustaendig ist, wird die schon vor Monaten von Dr. Berling (
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) und Britta Schneider (
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) eingeweihte Zahnstation von DWLF komplettiert und nach praktischen Gesichtspunkten eingerichtet: kleinere Baumassnahmen wurden von der Klinikleitung genehmigt und die Moebel wurden in Auftrag gegeben.
Zudem wurde ein zahntechnisches Labor konzipiert, da es hier ueberhaupt keines gibt. Die Geraete werden aus China besorgt, da diese hier leicht repariert werden können. In UB wurde eine Firma
(TBAC Bayanzurh duureg, XII Horoo. 206-42. Tel. und Fax: 00976 - 70158446 Handy: 00976 - 99119566 - Verständigung: Tel. Englisch oder per Fax auch Deutsch) gefunden, die die noetige Sachkompetenz und Kontakte zu dem Dentalmarkt in China hat und die Aufsicht ueber die Installation der Geräte und der Möbel uebernimmt.
Die Praxismöbel, die nach Plänen von Dr. Wolfgang Credner (
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) aus Berlin angefertigt werden, und der auf dem Bild gerade beim Zeichnen ist, werden bis Ende August installiert sein. Dann werden wir in der Mongolei drei feste Zahnstationen etabliert haben, die mittlerem europäischen Standart entsprechen und mit mongolischen Zahnärzten besetzt sind, die von den jeweiligen kommunalen Krankenhäusern bezahlt werden und mit denen es sich gut zusammenarbeiten läßt. Englische Sprachkurse haben wir in Buchform und auf CDs schon an die Krankenhäuser verteilt und Britta Schneider (
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), die schon seit 4 Monaten in Batsumber sum mithilft und bis zum 18. Oktober 2008 bleibt, hat der mongolischen Zahnärztin dort schon das nötige Englisch beigebacht.
Zum anderen kamen die tragbaren Einheiten nebst transportablen Behandlungsstuehlen bei den Nomaden mit Erfolg zum Einsatz. Die Robustheit und Einfachheit dieser leitungsfaehigen chinesischen Geraete war verblueffend. Ein Autoclav-Sterilisator mit einem Gaskocher und ein Yamaha-Generator gehört mit zur Ausrüstung, so dass wir unter medizinisch vertretbaren aseptischen Kautelen arbeiten können. Allerdings ist die Verarbeitung der in China gefertigten Einheiten etwas oberflächlich, so dass man manches am Anfang nacharbeiten muss, was aber einem technisch versiertem Zahnarzt keine Mühe macht. Unsere tragbare Ausrüstung werden wir am Sa., den 20. September 2008 in Nürnberg zu unserer Jahrestagung ausstellen, so dass man sich ein Bild davon machen kann. Diese wird dann weiter in Rumänien in einem Projekt von DWLF verwendet werden.
Das Aufsuchen der gastfreundlichen und dankbaren Nomaden mit unseren portablen Geraeten ist das erste Mal, dass dies von zahnaertzlicher Seite aus geschah. Wir behandelten in den mongolischen Zelten (Ger). Uns begleitete eine mongolische Zahnaeztin, und das Interesse der Kollegen dort ist enorm gross, mit uns zusammenzuarbeiten, von uns zu lernen und wir lernen auch von ihnen.
Dies wird in Zukunft unsere Hauptaufgabe sein, da die Nomaden wirklich arm sind und absolut liebenswert und freundlich; fuer uns ist es eine einmalige Gelegenheit, eine Kultur auf Augenhoehe durch eine Türe zu betreten, die sich in dieser Weise einem betrachtenden Touristen nie oeffnen wird.
Zudem ist es ein horizonterweiterndes sinnerfülltes Abendteuer, das uns in seiner Schoenheit und Einmaligkeit tief beruehrt hat.
Dr. Heiner Kraft (
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) aus Nürnberg, der hier in einem mongolischen Zelt (Ger) behandelt, war auch ueberrascht von dem Dank, der uns entgegenstroemte als auch an dem großen Engagement und Begeisterung der mongolischen Kollegen. Der Dank zeigte sich auch in abendlichen wodkaunterstützten Gesangsabenden, in denen sich Heiner und uns die Haare aufstellten, so schön besangen uns die mongolischen Kollegen/-innen. Wir konnten nur das Lied "Auf der schwäb´sche Eisenbahne" entgegensetzen, von dem wir den Text mitgenommen hatten. Wenigstens der Text brachte die Mongolen zum Lachen und sie lachen sehr gerne. Unser Gesang war eher zum Weinen. Deutschland, wo ist dein schönes Liedergut geblieben? Wir stellten fest: wir haben das Singen verlernt.
Heiner beschloss, zu üben und gleich naechstes Jahr fuer zwei Monate hierher zu kommen.
Dann auch wieder in Gruppe mit Helferinnen und Famulanten/-innen.
Wieder ein Beweis fuer die Richtigkeit unserer Slogan:
Manpower is more important than Moneypower.
Das Krankenhaus in Baruut Urt sum richtet im Augenblick 2 Doppelzimmer her, so dass wir dann umsonst dort uebernachten koennen. Dr. Klaus-Dieter Berling (
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) wird die Funktion des Projektmanagers für Baruut Urt hier in Deutschland übernehmen und für die Einteilung der Zahnärzte, Famulanten und Helferinnen zuständig sein.
Britta Schneider (
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) wird in erster Linie als Projektmanager für Batsumber zustaendig sein und sich mit Dr. Walter Niederalt (
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) absprechen und Tuul Sodnompil (
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) wird der Projektmanager für Zuumod sum sein.
Ganz besonders möchten wir uns bei unseren vorsichtigen und erfahrenen meist englisch sprechenden Fahrern Baagi, Suren, Jamuh und Moogi bedanken, die uns sicher durch die Mongolei gefahren haben.
Ohne deren Hilfe hätten wir nur wenig organisieren können. Sie sind spontan auftretenden Ideen und Poblemen zugänglich und können jederzeit Bekannte in Lösungsprobleme mit einbeziehen.
Besonders lobenswert ist die Bemöbelungsaktion für das DWLF Gästehaus in Batsumber zu erwähnen,
das Jamuh (sprich: Schamuch) incl. Transport mit der transibierischen Eisenbahn innerhalb von einem Tag organisiert hat . Es handelt sich um ca. 6 Sschränke und eine ganze Einbauküche!!
Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch der Geschäftsleiterin der DWLF und Chirurgin
Tuul Sodnompil, die durch ihre Beziehungen zu Klinkleitungen und Mandatsträgern uns schnelle und erfolgreiche Kontakte ermöglicht hat.
Sollten Sie sich für eines der Projekte interessieren, so melden Sie sich bei Hans-Joachim Naber an,
versuchen Sie in unserem Forum eine Crew (3-4 Personen) aus Zahnärzten, Famulanten und Helferinnen zusammenzustellen und mit Ihnen in Kontakt zu treten und wenden sie sich dann wegen einem Termin und Auskünften an den entsprechenden Projektmanager.
Jeder reist auf eigene Gefahr und Risiko; die Informationen bekommen Sie aber von uns.
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