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Asien / Nepal / Trishuli / von ZA Rico Glävke und Laura S. im April 2008 Drucken E-Mail
Geschrieben von Zahnarzt Rico Glävke   
Sonntag, 8. Juni 2008
Zahnarzt Rico Glävke 13629 Berlin Tel. 030-3812 355
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Unser Einsatz in Nepal

klein-terassenlandschaftnepal_635.jpgNach längerer Entschluss- und kürzerer Vorbereitungszeit flogen wir am 27.3.2008 mit Quatar- Airways nach Kathmandu.

Durch eine zufällige Überschneidung der Reisezeiten trafen wir dort Dr. Macher, Tuul Sodnompil und Dr. Credner und lernten auf diese Weise die Bedeutung und die Schwierigkeiten der Arbeit von „Zahnärzte ohne Grenzen" hautnah kennen. Wir können vor so viel Engagement, Herz und Hartnäckigkeit nur den Hut ziehen........




-----Gleichzeitig half Dr. Macher auch bei der Anmeldung im Medical Council, welche man trotz bürokratischer Hürden vornehmen sollte. Es ist für das Ansehen der Stiftung in Nepal wichtig den offiziellen Weg einzuhalten.

Nach 2 chaotischen Tagen in Kathmandu, man muss sich als Europäer erstmal an den Verkehr, Lärm und Schmutz gewöhnen, ging es weiter zu unserem eiklein_empfangnepal_519.jpggentlichen klein-minibus_wird_beladen.jpgArbeitsort Trishuli. Mit einem alten Minibus fuhren wir über recht schlechte Straßen und waren froh, vorn sitzen zu dürfen. Der Ausblick auf Berge mit den terassenartig angelegten Feldern war atemberaubend.

Vor Ort wurden wir mit einer kleinen hinduistischen Begrüßungszeremonie empfangen.klein_rico_beim_behandelnepal_172.jpg

klein_-_im_behnadlungsraumnepal_168.jpgDa die ersten Patienten schon warteten, fingen wir gleich an zu arbeiten.

Arun, der „little doctor" und seine Helferin Subina sind als Unterstützung ständig anwesend. Wir zeigten ihnen die in Deutschland übliche Art der Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Assistentin.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit fühlten wir uns fast wie zuhause.

Einen großen Anteil daran hat sicherlich die gute Ausrüstung der Dentalstation Trishuli. klein-laura_macht_abdrucknepal_232.jpgWir waren die Ersten, die die nagelneue indische Behandlungseinheit und das neue Röntgengerät benutzen durften. Unsere Vorgänger in Trishuli Frau Dr. van Engelen und ihr Ehemann haben diese durch Spenden über die DWLF finanzierte Ausrüstung dort eingebaut und nutzbar gemacht, was einen riesigen Entwicklungsschritt bedeutete. Ihnen gebührt großer Dank.

Unter diesen günstigen Vorraussetzungen konnten wir viele Behandlungen genauso gut wie in Deutschland durchführen. Man extrahiert natürlich immer noch mehr Zähne als bei uns, aber es sind auch Komposit-Füllungen und Wurzelkanalbehandlungen möglich. Es gibt einen sehr großen Bedarf an Zahnreinigungen. Das eigentlich kraftvolle klein_-_rico_in_der_pause.jpgCavitron- Gerät, welches dafür benutzt wird, kommt bei den Mengen an sehr harten Konkrementen schnell an seine Grenzen.

Da die Anwesenheit deutscher Zahnärzte über den örtlichen Rundfunk verbreitet wird, kamen täglich ca. 15- 20 Patienten zur Behandlung.

Wegen der ersten freien Wahlen in Nepal musste das Dental Camp im Umland leider ausfallen. Man konnte spüren, wie wichtig dieses Ereignis für die Einheimischen war. Es herrschte überall eine aufgeregte, aber friedliche Stimmung.

klein-_motorradnepal_579.jpgAuch nach der Arbeit kümmerte man sich rührend um uns. Binay, Ramesh und Arun unternahmen abwechselnd oder zusammen kleine Ausflüge mit uns in die nähere Umgebung.

Öfter wurden wir auch zum Essen in die Familien eingeladen, und hatten auch das Glück, das nepalesische Neujahrsfest (2065!) im größeren Kreise feiern zu dürfen. So lernt man das Land und seine Menschen auf eine Weise kennen, die dem normalen Touristen verwehrt bleibt.

Wegen der freundlichen Menschen und der Dankbarkeit, die man für seine Arbeit erfährt, war diese Reise für uns ein unvergessliches Erlebnis.

klein_-laura_und_rico.jpgWir möchten uns ganz herzlich auch im Namen der nepalesischen Patienten bei unseren heimischen Patienten für Ihre Spendenbereitschaft danken. Über 500 € kamen so in den Wochen vor der Reise zusammen. Mit den Spenden von unserem Dentaldepot Henry Schein (Vielen Dank an Frau Vorberg!) konnten wir ca. 30 kg an Materialien und Ausrüstung übergeben.


Viele praktische Hinweise zur Bewältigung der kleinen „Schwierigkeiten" hat Frau Dr. van Engelen hier in einem Artikel zusammengefasst. Besser kann man es nicht beschreiben.

Wir denken schon an den nächsten Einsatz…


Rico Glävke und Laura Sebastian

 
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