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Asien/ Mongolei / Batsumber Sum/ v. Britta Schneider, jetzt Stuttgart / ZMF im Einsatz / 5.2008 Drucken E-Mail
Geschrieben von Britta Schneider-ADH--DWLF ID 0091-- Tel.0049-176-2330 1336   
Dienstag, 3. Juni 2008
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Einleitung:
Britta Schneider ist zahnärztliche Helferin (ZMF) aus Köln und 24 Jahre. Sie hatte eine gute und ungekündigte Arbeitsstelle
.
britta_mit_kamel_klein_kopie.jpg
batsu_britta_schneider_-klein-zmf.jpgAls sie uns in Nürnberg besuchte und sich schon die ersten Sätze mongolisch beigebracht hatte - zudem davon sprach, 5 Monate in die Mongolei gehen zu wollen - wußten wir:
sie ist eine Persönlichkeit, die das Leben selbstbestimmend erfahren will.


Wir haben uns entschlossen, diesen Erfahrungsbericht wie ein Tagebuch zu führen.
Er wird mit Bildern und Eindrücken soweit fortgeführt, bis sie wieder in Deutschland ist.
Carmen Dexl, unsere freie Journalistin wird versuchen, ihre Berichte für die Presse aufzubereiten und bei Erfolg mit Ihr das Zeilengeld zu teilen....
071021_britta_mit_ziegen_klein.jpgDie Emails und SMS Botschaften werden chronologisch dargestellt. Die Anfragen von Tuul Sodnompils Seite werden nicht aufgeführt.
Erst seit wenigen Monaten gibt es in Batsumber ein Internetanschluss. Das macht die Welt nun für
Batsumber schlagartig kleiner.
In Klammer werden Erklärungen zum besseren Verständnis von Claus Macher dazugeschrieben.



E-Mails in chronologischer Reihenfolge

Email am 2.6.08


Letzer Versuch. Computer schon 2 Mal abgestürzt. Walter, geht klar mit den 50 Euro für Dein Pferd. Grüße von Nijmka. LG Britta
( Dr. Walter Niederalt hat letztes Jahr ein Pferd geschenkt bekommen. Es steht in Batsumber und ihm soll es gut gehen - bis er Zeit hat, es zu besuchen)

Email am 11.6.08

hallo

also ich hab mir eben mal den bericht von klaus-dieter durchgelesen und das mit dem materialien mangel kann ich nur zustimmen. wir sind am freitag nach ulan bator gefahren und wollten materialien einkaufen ( mit sechs personen in einem russischen jeep, zwei stunden lang ueber eine nicht geteerte strasse - ABENTEUR !!! ) .

Das mit dem materialieneinkauf hat dann  aber allerdings etwas gedauert bis wir etwas zusammen hatten. und alles haben wir immer noch nicht bekommen z. B. haben wir nciht das Desinfektionsmittel bekommen was wir wollten denn das was jetzt hier sorgt fuer korrosionen an den bohrern auch haben wir keine spuelloesungen fuer kanaele bekommen.

aber zum glueck bekommen wir das durch eine freundin der nijmka ( zahnaerztin hier in batsumber ) in einigen tagen zugeschickt.

hier fehlen einige dinge z.B( speziell  batsumber) :

an erster stelle wuerde ich das anaesthetikum setzen. wir haben zwar etwas aesthetikum in ulan bator gekauft was aber sehr bald wieder alle sein wird da hier sehr viel extrahiert wird ( das fehlt aber ueberall )

rosenbohrer

chirurgischen hebel (haben wir vier stueck hier: 2 grade 2 gebogen)

polierer um die flgn. zu polieren

ultraschallgeraet zum zst entfernen gibt es hier keins ( da wollte ich aber den baagii fragen ob wir das guenstig in china bekommen)

einfache zahnbuersten die man den kindern mitgeben koennte.

wurzelfuellmaterialien (papierspitzen guttaperchastifte )

ansonsten ist mir aufgefallen das es besonders an zahntechnischen dingen fehlt :

etwas schade ist dass z. b. in baruun-urt ( sughbator ) dort arbeitete eine ausgebildete zahntechnikerin als helferin da sie keine materialien hatte um ze herzustellen (ein raum waere aber gegeben ).  

viele gruesse

Britta Schneider



Email am 27.6.08 und Rückantwort



Von:

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An:

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Cc:

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Datum/Uhrzeit:

29.06.2008 / 01:35 (Versand)

 

Nachrichtenart:

E-Mail


Betreff:

Einrichten einer Bücherei...

 
Liebe Britta, liebe Freunde,

danke für Dein Schreiben.

Tuul ist ungemein zornig, wenn die Landsleute unzuverlässig sind. Sie bellt sie
 richtiggehend an - ich kann es nur am Tonfall merken. Dann scheint es wieder
zu funktionieren. Bitte schreibe, wenn was nicht funktioniert.
Wir waren am Freitag in Berlin beim mong. Botschafter und haben über vieles
der DWLF gesprochen.

Tuul hat für alle von DWLF je 10 Kg Übergepäck rausgeschlagen! Sergje hat da
allein 40 kg!
Wolfgang und Marina haben von Henry Shine viele Materialien und Instrumente
bekommen.

Eine Bitte noch an a l l e Mitreisenden: Unser Häuschen wird am 10.Juli fertig.
Wir brauchen unbedingt deutsche Bücher dort!!
Ich bitte, dass jeder mindestens 2 Bücher mitbringt, die er gerne auch noch
ein zweites Mal lesen würde!

Liebe Britta, nicht verzagen! Wir kommen bald! Was dürfen wir Dir mitbringen?
Was vermißt Du besonders?
(Nur für uns Mögliches schreiben- Freund geht nicht, sorry)

Herzlichst Claus

Email von Britta Schneider am 27.06.08

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Datum/Uhrzeit: 27.06.2008 / 13:56 (Empfang)
Nachrichtenart: E-Mail
Betreff: <kein Betreff>
hallo

wollte euch mal ueber das neueste informieren.

wir (nijmka und ich ) fahren am dienstag nach ub und kaufen den neuen heitzstab und ausserdem brauchen wir auch noch einige materialien ( kunststoff aetzgel
injektionsnadeln) was aber die klinik bezahlt. das werden wir, wenn es es denn gibt,
auch noch mitbringen.
die nijmka ist nach dem telefonat mit der tuul zum haus gegangen und nach neuestem stand soll es jetzt wohl am bats_080602_haus_von_britta_-klein.jpg10.07. fertig sein. mal schauen... auf jeden fall haben sie
am mittwoch bis 22:00 uhr gearbeitet und man hoert jetzt
jeden tag die saege laufen.
ansonsten uebe ich mich in geduld die man hier wohl sehr viel braucht.denn der informationsbrief den ich fuer die eltern
machen wollte ist immer noch nicht fertig da erst ging der
drucker im internetcafe nicht , um die bilder auszudrucken,
und jetzt ist die patrone von dem drucker im hospital leer. das ist manchmal etwas anstrengend. aber wie gesagt ich uebe
mich in geduld.
hatte am mittwoch auch eine kleine depriphase da der drucker nicht ging,das haus
nicht fertig ist, es war schlechtes wetter und ueberall matsch, eine gute freundin hatte geburtstag... die ist aber jetzt wieder vorbei und alles ist wieder bestens auch ist das wetter wieder super was schonmal sehr viel ausmacht.
es sind ja hier am wochenende wahlen und der hr. enghbold war heute hier in batsumber und hat kraeftig haendegeschuettelt. wie es mir denn gehen wuerde ob ich mich gut eingelebt haette und wenn ich irgendwelche hilfe brauche soll ich ihn anrufen hat er zumindestens gesagt.
ausserdem wurde ich wiedereinmal eingeladen ( von der nunschar ) und werde morgen
dann wieder reiten koennen.
so mach dann jetzt mal schluss
viele gruesse britta


E-Mail vom 29.6.08 und Rückantwort
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Datum/Uhrzeit: 30.06.2008 / 01:15 (Versand)
Nachrichtenart: E-Mail    
Betreff: Aw: Re: Einrichten einer Bücherei...
Liebe Britta,

schau mal bitte auf unserer Homepage oben rechts unter
 Download/Stiftung / intern / DWLF Patient Record P1 nach.
Da hat Dr. Lehmann ein Krankenblatt entworfen.
Wir dachten: Das können wir überall auf der Welt rauslassen und in einen
Din A4 Aktenordner  alphabetisch einheften.
Evtl. stellen wir es später auf numerisch um, falls die Leute das Alphabet
nicht beherrschen.

Dir eine wunderschöne Zeit. Hast Du schon eine Hochzeit mitgemacht? In dem Buch
"Auf den Spuren von Dschingis Khan"
steht köstlich beschrieben, dass das meist in einer riesigen Prügelei zwischen
Mann- und Frauverwandtschaft endet, aber keiner böse ist, weil sie alle
sternhagelvoll sind. Stimmt das?

Herzlichst Claus.  


----- Original Nachricht ----
Von:     Britta  Schneider < Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >
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Datum:   29.06.2008 05:40
Betreff: Re: Einrichten einer Bücherei...

> Hallo
>
> eigentlich brauch ich nichts besonderes ,bin wunschlos gluecklich (ausser
> wirklich ein paar buecher die die ich mitgebracht habe habe ich schon alle
> gelesen) . fuer die zahnstation koennte jemand vielleicht einen stempel fuer
> eine 01 mitbringen.
> ich habe mir schonmal erlaubt ein krankenblatt herzustellen wo wir jetzt bei
> jedem patienten der kommt eine 01 aufnehmen ( die erste 01 ist dann schon
> auf dem papier aufgedruckt). ausserdem ist auf dem krankenblatt das datum,
> der behandelnde Zahn, die Behandlung selbst und welche Behandlung noch
> gemacht werden muss vermerkt. das ganze wird alphabetisch sortiert, nach dem
> familienname. wenn es dann wirklich mal klappen sollte das die patienten
> regelmaessig kommen kann man  die folgende 01 auf dem krankenblatt
> vermerken.
>
> hoffe das der drucker im hospital dann jetzt bald wieder  funktioniert und
> ich mit dem informationsbrief weiterkomme.
>
> viele gruesse aus der mittlerweilen recht warmen mongolei
>
> Britta Schneider
>
>

EMail von Britta Schneider am 18.07.08

Von: Britta Schneider < Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >

An: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Datum/Uhrzeit: 18.07.2008 / 07:59 (Empfang)

Nachrichtenart: E-Mail

Betreff: 2. bericht

hallo klaus hallo tuul

hier mein 2. monatsbericht:

nachdem ich nach dem lebhaften ulan bator an das doch sehr ruhig landleben gewohnt habe, habe ich mich dann doch sehr gut eingelebt. natuerlich ist / war das doch eine umstellung. habe auch schon einige eindruecke miterleben koennen die ein "normaler " tourist nicht haben wird. beispielsweise durfte ich miterleben wie mitte juni die
einjaehrigen fohlen von den stuten getrennt werden. ab dieser zeit werden die stuten gemolken und diese stutenmilch wird gegoren was dann hier "airag" genannt wird.
dieser "airag" schmeckt ist vergleichbar vom geschmack wie bei uns der federweisser. schmeckt sehr gut.

auch kommen wir mit der arbeit jetzt vorran. zusammen mit der zahnaerztin hier in batsumber habe ich einen informationsbrief hergestellt der Aufklaerung ueber Kariesentstehung, Zahnputztechnik, Ernaehrungsempfehlung und regelmaessiges
Erscheinen beim Zahnarzt gibt. diesen Informationsbrief geben wir jetzt immer den
Eltern mit.

Auch habe ich fuer den August einen Informationsnachmittag geplant wo wir einen
Aushang am Krankenhauseingang machen und die Kinder ( und natuerlich die Eltern ) einladen und nochmals ueber Ernaehrung und Zahnputztechnik sprechen
( Zahnputztechnik erklaeren ). Zugleich nehmen wir bei jedem Kind ein Befund auf
und es bekommt eine Zahnbuerste und Zahnpasta.

Probleme beim behandeln sind allerdings der Stromausfall wir haben jetzt
beispielsweise den dritten Tag schon keinen Strom und den zweiten Tag kein Wasser
( hier im Internetcafe direkt am Bahnhof gehen die Computer ). Puenktlich zu
Feierabend um 18:00 Uhr wird der strom dann wieder angestellt. Aber das soll heute
wohl der vorerst letzte Tag mit stromausfall sein.

Nicht zu vergessen, was ich erleben durfte, ist natuerlich das traditionelle mongolische Fest: Naddam. Ich durfte es in Batsumber 03./04. juli und ich ulan bator
10./11./12. juli erleben. hier in batsumber ging es natuerlich etwas ruhiger zu es waren nicht soviele menschen aber trotzdem sehr schoen. beim Ringkampf war es
sehr interessant den tanz zu sehen den die kaempfer machen bevor sie anfangen zu kaempfen. sei ahmen einen adler nach indem sie mit ihren armen die fluegel darstellen.
aber auch das pferdereiten war faszinierend. es waren kleine jungs im Alter
von sechs oder sieben jahren die auf den pferden sassen und in einem
wahnsinnigen tempo ritten.

natuerlich darf ich auch immer wieder selber reiten was mich sehr freut denn man
hat schon einen wahnsinns ausblick wenn man auf einen berg reitet und ueber das
ganze tal schauen kann.

aber ihr wisst ja wie das ist. so viele gruesse aus batsumber wir sehen uns am
montag. bis dann britta

______________________________________________





E-mail von Britta Schneider am 31.8.08

ich muss ja sagen das ich am 21.07.08 dann doch nochmal froh war deutsche
Gesichter zu sehen, denn auch wenn mir es hier in der Mongolei sehr gut gefaellt
und die Leute nach wie vor sehr freundlich sind ist man dann doch nochmal froh
deutsch sprechen zu koennen.
Am 21.07.08 landeten Dr. Claus Macher, Tuul Sodnompil und Dr. Wolfgang Credner
mit der MIAT in Ulan Bator. Nach einem kurzen Fruehstueck ging es dann direkt an die Arbeit denn die vielen Materialien die die vier mitgebracht hatten mussten auf die
einzelnen Zahnstationen aufgeteilt werden. Einen Tag spaeter stiess dann auch
Dr. Heiner Kraft hinzu der ebenfalls noch jede Menge Materialien mitbrachte die
dann auch nochmals aufgeteilt wurden. Es waren jede Menge Materialien und
dennoch haben wir zusaetzlich in einem Dental shop noch Materialien eingekauft (z.B. Desinfektionsspray). Am darauffolgenden Tag sind wir dann alle gemeinsam nach
Tov Aimag gefahren wo wir nach herzlichem Empfang mit der Arbeit begannen.

080828_heiner_-klein-.jpgWaehrend Dr. Heiner Kraft gemeinsam mit der vor Ort arbeitenden Zahnaerztinnen die Patienten behandelte, haben Dr. Wolfgang Credner und ich uns um die Materialien gekuemmert denn von allem dem was verteilt wurden musste eine Liste geschrieben werden. Nach der Arbeit wurden wir dann von dem Krankenhauspersonal
zu einem mog. Tee in ihr Ger eingeladen und es wurde extra fuer uns eine Ziege geschlachtet.
Vorher durften wir dann auch noch etwas ausreiten was fuer mich persoenlich
wiedereinmal der hoehepunkt des tages war. Denn auch wenn ich jetzt bereits seit 4 Monaten hier bin ist es trotzdem immer wieder atemberaubend wenn man oben,
 auf dem Ruecken eines Pferdes, auf dem Berg steht und das Tal hinabschauen kann. Natuerlich wurde dann zu dem Fleisch wieder etwas alkoholisches zu trinken
angeboten.
Auch haben wir in diesem Ger noch ein franzoesisches Paerchen getroffen
 und gemeinsam mit den Mongolen haben wir dann mong. Spiele gespielt. Auf Wunsch unseres Gastgebers haben dann erst die beiden Franzosen ein franzoesisches Lied gesungen und dann wir deutschen ein Lied ( natuerlich
" auf der schwaebschen Eisebahn"). Aber wir mussten feststellen das unsere Sangeskuenste sich mit den mongolischen nicht messen konnten. Dennoch wurden
wir trotz nicht immer treffender Toene ( das lag vielleicht auch am Alkohol ) mit Beifall belohnt.
am 03.08.08 kam dann noch Dr. Marina Graetz in die Mongolei und gemeinsam
bin ich dann mit ihr nach Batsumber gefahren. Wo das haus der dwlf dann
nach etwas verzoegerten Arbeiten fertig war. es fehlten zwar noch einige Moebel
aber wir hatten eine Dusche, eine richtige Toilette und auch ein Bett
zum schlafen, was brauch man mehr? Nach einer Woche stiessen dann wieder
die anderen ( Dr. Claus Macher, Tuul Sodnompil und Heiner Kraft) zu uns, die zwischenzeitlich in Baruun-Urt ( Sughbaaatar Aimag) die neu eingwiehene
Zahnstation besichtigt hatten. Sowie weitere Plaene fuer das vorgesehene Zahntechniklabor und Schrankeinrichtungen fuer die Zahnstation in Auftrag
gegeben haben. Ebenso berichteten Sie uns mit Begeisterung von der Behandlung
mit der tragbaren Einheit.

080829_mong._z._-klein.jpgAber eine Woche spaeter hatte ich selbst das Vergnuegen mit der tragbaren Einheit in einem Ger ausserhalb von Batsumber arbeiten zu koennen. Abgesehen davon
das es sehr viel Spass gemacht hat und eine willkommende Abwechslung
zu der Zahnstion in Batsumber war, hat man auch die Dankbarkeit der Normaden
gesehen denn fuer sie ist es oft nicht moeglich nach Batsumber zu kommen.
Mit Hilfe von der Zahnaerztin aus Batsumber konnten wir dann
ca. 20 Patienten behandeln bis wir keine Instrumente mehr hatten.
Als Dank haben sie fuer uns Abends dann ein Schaf geschlachtet.
Und da es nur das Fleisch mit Bruehe gab ( kein Brot keine Kartoffeln oder Gemuese)
 und ich so grossen Hunger hatte habe ich es auch einmal probiert,
natuerlich nicht das fettigste Stueck, aber ich muss gestehen es hat richtig gut geschmeckt. Ich glaub wenn ich noch ein Jahr hier waere, waere ich
eine echte Mongolin. Das arbeiten mit der transportablen Einheit kann ich
nur jedem empfehlen der in die Mongolei kommt. Die neugierigen Mongolen stecken
ihre Koepfe in das Ger und die Kinder kamen zu uns und freuten sich ueber
die Geschenke die Dr. Sergej Klassen und seine Frau Natalie von
Deutschland mitbrachten.

Am 25. August sind dann schon die Schraenke fuer die Zahnstation in
Zunmood angeliefert worden. Der Raum wurde bereits einige Wochen vorher von Dr. Wolfgang Credner ausgemessen und die Moebel in Auftrag gegeben.

070720_ein_glckl._kind_-klein-.jpgAm 26. August bin ich nach Ulaan Baatar gefahren und hab mir die
Christina Nobel Stiftung ( CNCF ) angeschaut. In der Mongolei 070720_edm._im_ger_village_700_-klein_-.jpgexistiert seit 1997 und kuemmert sich um Kinder die aus extrem schwierigen Familienverhaeltnissen kommen.
Sie ermoeglicht den Kindern warme Mahlzeit, Kleidung die notwendige med. Versorgung
 und eine Schulbildung. Etwa 45 Min. Autofahrt ausserhalb vom Zentrum i
n Ulaan Baatar hat die CNCF ein Ger Village aufgebaut wo momentan
60 Kinder leben. Pro Ger ca. 5-6 Kinder und eine Ger- Mutter die sich um die Kinder kuemmert als ob es ihre eigenen Kinder waere. Ausserdem gibt es in dem
Ger Village ein Kindergarten eine Grundschule eine Baeckerei ein Gemeinschaftsger wo Hausaufgaben gemacht werden oder Spiele gespielt werden und momentan bauen
sie noch einen kleinen Theaterraum incl. kl. Bibliothek. In diesem Ger Village
wird den Kinder, die oft schlimme Erlebnisse hinter sich haben, nicht nur eine
Existenz sondern auch ein Leben geboten.

klein_-_unimog_2007_von_claus_490.jpgAusserdem habe ich einen Einsatz mit der Nightclinic mitgemacht. Die CNCF hat einen Unimok womit sie im Sommer dreimal pro Woche und im Winter viermal pro Woche an bestimmte Plaetze fahren und die Strassenkinder ( ca. 400 ) mit einer
warmen Mahlzeit und medizinisch versorgen. In diesem Unimok fahren eine
Aerztin eine Krankenschwester und ein Security Mann mit. Die Aerztin ist seit
zwei Monaten mit dabei aber sie sagte mir das diese Arbeit ihr sehr viel Spass machen wuerde und die Krankenschwester macht bereits seit 10 Jahren die Einsaetze
mit sie kennt alle Kinder mit Namen.

070720_im_unimog_465_-klein.jpgJedes Kind bekam 2 Hoschor ( trad. mongolisches Essen: Teigtasche mit Fleisch ) einen Saft und eine kl. Tuete mit Vitamintabletten. Ein Junge kam zu spaet und es gab keine Hoschor mehr aber der Junge der die letzten beiden Hoschor bekommen hatte
 gab ihm einen ab obwohl er bestimmt selber Hunger hatte. Das fand ich
bemerkenswert und an so etwas, finde ich, sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Jetzt bin ich wieder in Batsumber und es freut mich zu sehen das die Zahnaerztin die Materialien die wir mitgebracht haben ( z.B. die Matrizen ) auch anwendet.
ich merke auch das sie anders arbeitet denn Dr. Heiner Kraft, Dr. Marina Graetz,
Dr. Sergej Klassen und Dr. Birgit de Taillez haben ihr einige Tipps gegeben
wie man hier unter diesen Bedingungen am besten arbeitet und es freut mich
wenn ich sehe das sie die Tipps auch angenommen hat und dannach arbeitet.

Ich werde jetzt wieder nach Hause gehen denn da ich jetzt im Haus der DWLF wohne wasche ich meine Kleidung auf der Hand was zwar bedeutet, gerade jetzt
bei dem kaelteren Wetter, das ich aufgerissene Haende habe aber dann lernt man die saubere Kleidung nochmal zu schaetzen.

Viele Gruesse aus der mittlerweilen etwas Kaelteren Mongolei

Britta Schneider






Stiftung Zahnärzte Ohne Grenzen
Dentists Without Limits Foundation (DWLF)
www.dwlf.org
Phone: +49(0)911-47 522 24
Fax: +49(0)911-58 14 35
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können


SMS in chronologischer Reihenfolge

SMS am 1.6.08

bats_080602_haus_von_britta_-klein.jpgHabe gerade einen Spaziergang durch das Gästehaus gemacht. Dach ist gedeckt. Fenster sind drinSind jetzt am Innenausbau dran. LG Britta

(Da es in Batsumber keine vernünftige Übernachtungsmöglichkeit gibt,
errichtet DWLF neben dem Krankenhaus ein Gästehaus. Tuul und Bagi haben alles organisiert.Die Gemeinde überlies uns dafür ein Grundstück für 15 Jahre. Hier ist dann eine Dusche und eine Toilette. Es soll im Juni 2008 bezugsfertig sein.)

______________________________________________



SMS am 2.6.2008

Hi, hab grad ne email verschickt. Brauche nichts, bin wunschlos glücklich.
Hätte vielleicht mal gern ne richtige Dusche. Das mit dem miteinander
sprechen klappt auch immer besser.Viele Grüsse von allen. LG Britta



 
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