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Asien / Nepal / Trishuli / v. Z.Ä. Dr. E. van Engelen / 04.08 Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Elke van Engelen   
Montag, 28. April 2008

D-48529 Nordhorn   Tel. Prax. 05921-990909
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Es zählt nur das, was realisiert ist!

080424behandlung_in_der_neuen_zahnarztpraxis-klein.jpgVon unserem Aufenthalt in Trishuli sende ich neben einigen Fotos anbei praktische Hinweise für diejenigen, die erstmalig nach Nepal reisen.

 

Vorab hatten wir bei der Flugbuchung jeweils 10 kg Übergepäck (als Trekkinggepäck deklarieren!) beantragt, so dass jeder 30 Kg Reisegepäck und je 7 kg Handgepäck mitnehmen konnte. Beim Handgepäck war es nicht schwierig etwas über die 7kg mitzunehmen, indem wir die Kameratasche etc. noch mal extra um die Schultern trugen. Auch war es am Flughafen unproblematisch, unser Gepäck zu erklären, so dass wir die empfindliche Lichthärtlampe und ein Mischgerät im Handgepäck transportieren konnten. Es brauchte keine Anfrage beim Zoll, hatten wir das vorsichtshalber probiert, aber auch nichts erreicht. Am Flughafen in Frankfurt war es sehr voll, ca. 2 Stunden haben wir echt gebraucht. Weniger wird knapp..........

 


1b._das_ziel_fr_alle-kleiin.jpg........In Doha hat man mehrere Stunden Aufenthalt. Ggf. ist eine Übernachtung von der Fluggesellschaft im Ticket inclusive (erfragen). Falls dies bei „Billigtickets" nicht so ist, ist es ratsam, (betrifft meist den Rückflug) bereits in Deutschland ein Tagesvisum und ein Hotel zu besorgen, da dies in Doha am Schalter bis 2 Stunden dauern kann (Visum kostet dort ca. 50 Dollar). In Kathmandu kann man das nötige Visum für Nepal unkompliziert und schnell und preiswerter am Flugplatz bekommen (ca. 40 Dollar). Für alle, die erstmalig in dieses Land reisen wie wir, ist es gut zu wissen, dass ein Tranfer vom Flughafen zum Hotel nicht mehr als 500-600 Rupi kosten muss. Wir hatten vorab per Mail im Vayra-Hotel um Abholung gefragt, es war aber niemand am Flughafen, der Rücktransport vom Hotel aus, war nachher kein Problem. Wenn man vom Flugplatz im Hotel anruft, dann 1._bei_aufbau_-klein.jpgschicken die einen Fahrer! Anderenfalls wird man von einer Horde junger Männer in ein Privat-Taxi gesetzt (nicht gefährlich aber unverhältnismäßig teuer) und das kostet dann 15-20 Euro, dass wären ca. 1500-2000 Rupi! Klingt für uns erstmal nicht so viel, wenn man aber bedenkt, dass eine Frau in einer Fabrik in Kathmandu für 10 Stunden Arbeit meist weniger als 200 Rupi verdient…

In der Stadt kostet ein Taxi dann ca. 200 Rupi pro Fahrt innerhalb der Stadt! Wenn man einen Fahrer für einen halben Tag engagiert kostet das etwa 1500 Rupi (im Hotel fragen), wenn man in kurzer Zeit viel sehen will, ist das vielleicht eine sinnvolle Idee. Manche können gut Englisch und erzählen. Alles weitere findet sich und kann im Hotel gut erfragt werden.

Da wir viel Gepäck hatten, sind wir mit einem Privattaxi nach Trishuli gefahren, kostete 2500 Rupi (incl. großzügigem 2.erste_behandlung_am_neuen_stuhl-klein.jpgTrinkgeld). Das ist zwar ca. 8 mal mehr als mit dem Microbus, den wir für den Rückweg auch benutzt haben, hatte aber den Vorteil, dass man die schöne Landschaft da genießen kann, wo man anhalten möchte. Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden, mit dem Microbus beinah 4 Stunden. Meist ist er sehr überfüllt und da die Fahrt etwas unruhig ist, hatten zwei Frauen sehr schwache Mägen, so dass auch meine Reisetabletten nicht mehr halfen…

Das Hydrowater guest house ist derzeit die beste Unterkunft im Ort. Die Wirtsleute sind ausgesprochen bemüht und liebenswürdig. Binaya bat uns, nicht zu hohe Trinkgelder zu geben, da sie selbst die Unterkunft manchmal brauchen und wir so den Preis verderben. Wir haben uns hier vor allem bei den Kindern mit kleinen Aufmerksamkeiten bedankt.

Bis zur prinzipiellen Klärung der Unterkunftsfrage, kann man 3._bungtang_camp-klein.jpgvielleicht Ramesh fragen, eine Reinigungsfrau direkt vorher putzen zu lassen und dies bezahlen. Da die Vorstellungen von Hygiene eine vollständig andere als bei uns ist, sollte man genau sagen, was sie tun soll. Vielleicht kann Ramesh dazu einen aus Kathmandu mitgebrachten Satz an Reinigungsgeräten und jeweils Reinigungsmitteln im guest house deponieren lassen, Kunststoffbürsten haben wir in Trishuli nur in Form einer Toilettenbürste finden können. Alle notwendigen Hygieneartikel sollte man für die ersten Tage selbst mitnehmen, Waschpulver, Duschbad, Toilettenpapier etc. kann man dann im Ort nachkaufen. Wichtiges Reisegepäck: Schlafsack und eigenes Schlaflaken, Badelatschen, kleine Handtücher, die man für Wanderungen im Trekkingladen findet, Ohrstöpsel wären gut gewesen. Überhaupt haben wir hauptsächlich unsere Wandererbekleidung mitgenommen, Wanderschuhe und Turnschuhe, mehr braucht man nicht. Regenjacke war auf dem Motorrad ins Dental Camp gut, da es morgens noch kühl ist…

Ansonsten freuen wir uns, all unsere Vorhaben umgesetzt zu haben. Die neue Behandlungseinheit scheint jetzt vollständig funktionstüchtig, sicher stehen die Fotos von Rico Glävke und seiner Helferin schon mit auf der homepage.

4._bungtang_patientenbehandlung-klein.jpgWir konnten vielen Menschen helfen, haben aber auch viel vom Leben der Menschen erfahren, haben es genossen, im Dental Camp als großes Team zu arbeiten und zusammen an zwei Tagen 261 Patienten behandelt. Auch haben wir noch ein kleines privates Projekt gefunden…

Es erwarten Euch überall: Herzlicher Empfang, roten Farbkleks auf die Stirn, Blumenketten zur Begrüßung. Und dann ran an die Arbeit: Die Patienten kommen aus der weiten Umgebung, geduldig und gelassen wartend, bis sie an der Reihe sind.

Wir sind dankbar für all die Erfahrungen, die wir mit nach Hause genommen haben und die vielen, lieben Menschen, die wir kennen lernen durften.

Wir denken, jeder findet seinen Platz, überall wo man hinschaut, ist zu tun…

 

Herzliche Grüße von Huib und Elke van Engelen

 
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