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Erfahrungsbericht aus Nepal Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Walter Niederalt   
Freitag, 8. Dezember 2006
Während meiner ersten Nepalreise eröffnete sich mir eine andere Welt.
Menschliche Grundbedürfnisse sehe ich nun in einem völlig neuem Licht.
Die Geste der dankbaren, kurz angedeuteten Verbeugung eines Nepali ist die
schönste Belohnung für unsere Hilfe. ImageAls mir mein Nürnberger Kollege Dr. Claus Macher von der Nepal-Initiative berichtete, gab es für mich keine Überlegung mehr.

Im Nu war der Flug gebucht so dass ich im Juni 2004 das erste Mal Nepal erleben durfte.

Ich suche auf Reisen gerne den Kontakt mit der Bevölkerung um deren Sitten, Gebräuche und Mentalität zu erfahren.

Die Arbeit in der Zahnstation am SKM Hospital kam mir dabei sehr entgegen. Ich sah dort großes Leid, aber noch mehr Freude und Dankbarkeit.

Ich lernte die Nepali als äußerst herzliche und freundliche Menschen kennen.


Höhepunkt des Einsatzes war die Fahrt nach Nagarkot. Von Nagarkot, einem wunderschönen Aussichtspunkt in 2175m Höhe gelegen, der bei klarer Sicht ein einmaliges Panorama auf den östlichen Himalaya bietet, wanderten wir zu einem ärztlichen Versorgungsposten. Wir wurden schon von einer nicht geringen Patientenschar erwartet. Einige Patienten hatten schon sehr lange Wege aus den Bergen hinter sich.

Sie finden hier die einzige Möglichkeit einer ärztlichen und zahnärztlichen Grundversorgung.

Mit einfachen Mitteln, unter Einhaltung hygienischer Standards kann hier Großartiges an Hilfe geleistet werden. An einem Vormittag mussten wir 42 Zähne, darunter viele akute Weisheitszähne extrahieren. Ein akuter Weisheitszahn, bei schlechter Ernährungssituation, kann hier unter Umständen tödlich sein.

Nicht unerwähnt möchte ich die Helferschar vor Ort lassen! Die leitende Krankenschwester Christa Drigalla sowie die zahnärztliche Assistenz Rukmini Sharma kümmern sich vorzüglich um das Wohl und die Belange der anreisenden Zahnarzt-Kollegen.

Man darf sich bei der ganzen Mitarbeiterschaft des Klinikums herzlichst aufgenommen fühlen.

 


Während meiner ersten Nepalreise eröffnete sich mir eine andere Welt.
Menschliche Grundbedürfnisse sehe ich nun in einem völlig neuem Licht.
Die Geste der dankbaren, kurz angedeuteten Verbeugung eines Nepali ist die
schönste Belohnung für unsere Hilfe.

 


Namasté

Dr. Walter Niederalt

 
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