Home arrow Erfahrungsberichte arrow Asien / Indien / Famulatur von 3 Erlanger Studentinnen

Anmeldung

Sponsoren:
Advertisement
Asien / Indien / Famulatur von 3 Erlanger Studentinnen Drucken E-Mail
Geschrieben von Helen Killguss   
Freitag, 4. Januar 2008

Famulatur in Indien geschrieben von Helen Killguss D-91052 Erlangen
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können        Tel.: 0049-179-9481301


Vom 14.08.2007-9.10.2007


indian_flag_small.jpgNach Wochen der Vorbereitung begann am 14. August unser großes Abenteuer -Indien- .
Am Flughafen Bangalore wurden wir sehr herzlich von Mr. Johnson empfangen, einem Einheimischen, der für die kommende zwei Monate unser ständiger Begleiter werden sollte.....



indian_dentalclinic_small.jpg
Unsere erste Anlaufstation war ein Kinderheim am Stadtrand von Bangalore, das von der Calvary Chapel geleitet wurde.
Von dort aus begann unsere Reise durch den gesamten Süden Indiens bis nach Mumbai.
In verschiedenen Städten und Regionen Indiens besuchten wir Kinderheime und Slums, sowie Gemeinden, die so abgelegen waren, dass man sie nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konnte.
Die einzelnen Dörfer waren über unser Kommen informiert und wir wurden meistens schon sehnsüchtig
erwartet.
Am ersten Tag machten wir die Kontrollen, bei denen festgestellt indian_-_kidssmall.jpgwurde, welche Patienten den größten Behandlungsbedarf hatten,
diese wurden dann für die kommenden Tage wieder einbestellt.
Dies eröffnete uns die Möglichkeit viele Dinge zu sehen, die wir sonst größten Teils nur aus Büchern kannten. Behandeln durften wir in den privaten Praxen von indischen Zahnärzten, wobei die Ausstattungen der Praxen sehr variierten - Rosenbohrer gibt es in Indien nicht und auch ein Absaugsystem ist nicht überall vorhanden. Zwar gab es einen Spülbecher, jedoch stand dieser allen Patienten zur Verfügung.
Vieles war sehr gewöhnungsbedürftig und wir waren am Ende sehr glücklich darüber Spenden im Voraus gesammelt zu haben. So hatten wir unter anderem Füllungsmaterialien, Anästhetika und Einmalkanülen aus Deutschland dabei, und konnten dadurch sehr selbstständig indian_-_girlssmall.jpg
arbeiten. Die indischen Kinder waren neugierig und aufgeschlossen.
Uns erstaunte das grenzenlose blinde Vertrauen das sie uns entgegenbrachten. Denn die Verständigung gestaltete sich teilweise
sehr schwierig. In jedem Staat im Süden Indiens wird eine andere
Sprache gesprochen und wir mussten uns des Öfteren mit Händen und Füßen verständigen.

Mr. Johnson war uns bei allen organisatorischen Dingen wie Züge reservieren, oder bei der Suche von Übernachtungsmöglichkeiten behilflich. Wir konnten ihn alles fragen und er hat uns sehr geholfen die indische Mentalität besser zu verstehen.
Vieles in Indien unterliegt einem, aus europäischer Sicht, vollkommen anderen Rhythmus und man braucht Zeit sich daran zu gewöhnen. So mussten wir uns darauf einstellen, dass sich keiner an verabredete indian-groupsmall.jpgZeiten hält, dass man aus Bussen springen muss, dass Bushaltestellen von einer auf die andere Woche verlegt werden, oder
dass man gekochte Bananen zum Frühstück isst. Dank ihm fiel der
„Kulturschock“ bei uns relativ gering aus.

Wir übernachteten bei indischen Familien zu Hause, bei
Mr. Johnsons Verwandten, seinen Freunden und deren Verwandten.
Zum Teil auch zusammen mit der Familie in einem Zimmer, was in Indien vollkommen normal ist. So hatten wir aber auch die einmalige Chance alles ganz nah zu erleben.

An den Tagen, an denen wir nicht behandelten, hatten wir die Gelegenheit die typischen Sehenswürdigkeiten des Landes zu besichtigen.

Zum Beispiel das südlichste Ende Indiens an dem 3 Meere zusammenfließen, was schon Gandhi faszinierte. Wir fuhren zu der indian-boyssmall.jpgBergstadt Othy. Dort leben die Menschen hauptsächlich vom Teeanbau und wir hatten die Möglichkeit eine Teefabrik einmal von innen zu sehen. Auch eine Fahrt auf den Backwaters in Kerala, einige beeindruckende Tempelanlagen in Mamallapuram und Madurai waren Teil unseres Programms.


Abschließend lässt sich sagen, dass jeder einzelne von uns nach einer
anfänglichen Eingewöhnungszeit gar nicht mehr nach Hause wollte.
Diese Art der Famulatur ist zwar einerseits eine sehr anstrengende und nervenaufreibende, da die Inder sehr gut im Chaos organisieren sind, aber andererseits hätte sich sonst nicht die Chance ergeben, Indien und seine Menschen auf diese Art und Weise kennen zu lernen.indian-boatsmall.jpg
All die Erfahrungen, die wir durch die Behandlungen und den Umgang mit Kindern gemacht haben sind unvergesslich und wir sind für das alles sehr dankbar.
Indien ist ein wunderschönes Land, in das man sich verlieben muss, nicht auf den ersten Blick, aber wenn man sich einmal auf das Abenteuer eingelassen hat, plant man insgeheim schon seinen nächsten Besuch.



Wie sind wir zu unserer Famulatur gekommen?

Die Homepage www.zad-online.com informiert über zahnmedizinische Famulaturen im Ausland.
Man kann eine Liste mit Adressen beantragen, die alle Orte und Einrichtungen auflistet, welche Famulaturstellen anbieten.
Außerdem kann man einen Fahrtkostenzuschuß beantragen, der je nach Land variiert.
Auch Erfahrungsberichte und alle anderen wichtigen Informationen kann man dort finden.
Auf dieser Homepage haben wir einen Bericht über eine Famulatur in Indien gelesen und waren sofort begeistert.
Wir haben uns mit dem dortigen Ansprechpartner, Mr. Johnson, in Verbindung gesetzt.
In unserem Fall war Mr. Johnson nicht wie anfänglich vermutet selbst Zahnarzt, sondern er übernahm die Organisation und half uns bei der Übersetzung.
Das Programm wurde von der Calvary Chapel India, einer christlichen Organisation, ins Leben gerufen.
Obwohl es nun schon seit mehreren Jahren läuft, ist nicht sicher, ob es in den nächsten Jahren fortgesetzt werden kann.

Falls nun noch Fragen offen geblieben sind entweder allgemein zur Famulatur, oder auch speziell zu unserer in Indien, dann schreibt uns bzw. ruft an.

Helen Killguß   Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können         Tel.:  0049-179-948131

Claudia Kasper     Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können       Tel.:   0049-174-927387

Ariane Fuchs    Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
< zurück   weiter >

Umfragen

Wie alt sind Sie?
 
Spendenkonto: Zahnärzte ohne Grenzen,
Ev. Kreditgenossenschaft eG, Kassel
BLZ 520 604 10 – Kto. Nr.: 5 302 471
IBAN: DE 83520604100005302471 – BIC: GENODEF1EK1
© 2012 dentists without limits