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Erfahrungsberichte
"Urlaub" in der Mongolei Dr. Jung
 jung_gruppe_klein.jpg Ein Bericht von Dr. Jung
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Nachdem ich die Anzeige der „Zahnärzte ohne Grenzen" in der ZM über weiteren Bedarf an Zahnärzten für den diesjährigen Hilfseinsatz in der Mongolei gelesen habe, war mein Interesse sofort geweckt. Ein Besuch der Homepage der Nürnberger-Stiftung bekräftigte in mir das Interesse an einem humanitären Einsatz verbunden mit vielerlei Reiseeindrücken.
Ich habe während meines Studiums schon einige Länder in Asien bereist und war somit ein großer Fan dieses Kontinents. Die Mongolei reizte mich insbesondere aufgrund ihrer geographischen Lage: nördlich begrenzt von Russland, südlich von der Volksrepublik China. Das Land besitzt eine Fläche, die vier Mal größer als Deutschland ist, dabei aber nur 2,8 Millionen Einwohner zählt.
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Eine Reise ins zahnärztliche Niemandsland- Dr. Bender
Ein Bericht von Dr. Bender
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bender_gruppe_klein.jpg   

Teilnahme am Großeinsatz der Zahnärzte ohne Grenzen (DWLF) in der Mongolei

Wie bereits im Jahr 2010 führte der DWLF auch in 2011 einen fast flächendeckenden zahnärztlichen
Hilfseinsatz in der Mongolei durch - eine enorme logistische Anstrengung in einem Land, das nahezu viermal die Fläche der Bundesrepublik Deutschland einnimmt, äußerst dünn besiedelt ist und nur über eine gering ausgebaute Verkehrsinfrastruktur verfügt.

58 Kollegen und Helfer teilten sich diese Aufgabe, verteilt über sechs Wochen des Sommers.


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Unterm Sternenhimmel der Taiga - Ein Abenteuer mit Dr. Schlichtenhorst
schlichtenhorst_aufbruch.jpg  Ein Reisebericht von Dr. Schlichtenhorst
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Bei meinem zweiten Aufenthalt in der Mongolei 2011 konnte ich 2 Wochen in einem der nördlichsten Ortschaften verbringen: Tzagaannuur am gleichnamigen See, 9 Autostunden (270 km) nördlich der Provinzhauptstadt Muron (Khövsgöl Aimag) entfernt. Die Taiga (auch borealer Nadelwald) bildet die auf der Nord-Halbkugel die nördlichste, durchgehende Vegetationszone. Meist aus Lärchen bestehend, sind die Hügel bewaldet, während die Niederungen moorig sind (Tundra).
Klaus und ich als Zahnärzte, Laura als mongolische Kollegin, Buumi als mongolische, deutsch sprechende Helferin, Davatscho begleitete uns als Landarzt dieser Gegend. Renate war unsere Prophylaxehelferin (ZMF)

Am Dienstag hörten wir erstmalig, dass ein  Ausflug in die mongolische Taiga zu den Rentiernomaden geplant sei: Donnerstag los und Freitag zurück - wir sollten Extraktions-Instrumente mitbringen. Über das Hinkommen kursierten zunächst nur Mutmaßungen: 7 Stunden Reiten, Übernachtung im Freien etc. Renate wurde blass und blässer.
So blieb der Mittwoch-Vormittag unser letzter Arbeitstag in Tzagaannuur, denn der Nachmittag wurde gebraucht, alle Geräte, Instrumente und Materialien zu sortieren und einzupacken, immerhin 17 große Pakete, die bereits am Donnerstag Richtung Muron geschickt werden sollten, zusammen mit Subta (gespr.:Sufta), meiner mongolischen Kollegin, mit der ich zusammen gearbeitet hatte.
Der Donnerstag begann gemächlich mit Frühstück um 9 Uhr, letzte Sachen in der Klinik richten, Einkäufen in verschiedenen Läden (u. A. erhebliche Mengen Vodka, Bonbons, lange Unterhosen, um sich beim Reiten nicht die Schenkel wund zu reiben - wer weiss, welche Sättel wir bekommen.), Beladen der Autos (Mocka´s Lexus 470 und Batbajar´s Toyota), ein starke Lampe und Gewehre zum Jagen sollten auch noch mit. Nach weiteren Einkäufen waren wir auf die Autos verteilt (je fünf), aber getankt musste auch noch werden. Danach fiel Mocka ein, er bräuchte noch jemanden zum Schlachten des mitzunehmenden Lammes (Schamanen wie Mocka dürfen das nicht). Der war nach einigem Suchen gefunden, wurde einfach von einer Baustelle hinweggeholt - die Arbeit konnte ja warten. Dass er noch sein Schlacht-Werkzeug holen wollte, bedeutete nur eine weitere kleine Verzögerung. Kurz vor 1 Uhr waren wir endlich auf Tour. Ein kurzer Halt noch, weil Badbajar eben mal einen Kormoran schiessen wollte (mit Kugel (!), mit der er natürlich nicht traf), aber das  konnte uns schon nicht mehr aufregen.
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Projekt-Beschreibung von Dr. Schlichtenhorst

Projekt-Beschreibung Tzagaannuur von Dr. Schlichtenhorst
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schlichtenhorst_das_team.jpg














Tzagaannuur liegt in der Provinz Khövsgöl-Aimag, rund 650 km nordwestlich von UB entfernt am nördlchen Rand
der Mongolei, nicht weit von der russischen Grenze Um dorthin zu kommen, nahmen wir das Flugzeug nach Murun (1 ½ Stunden),
anschliessend ging es im russischen Jeep weiter, 9 Stunden für 270 km.

Das Dorf hat ca. 2.000 Einwohner (mit Einzugsbereich des Umlandes) und ist vor uns noch niemals von Zahnärzten besucht worden.
Es liegt am gleichnamigen See und ist umgeben von nach Salbei duftendem Grasland. Die Hügel sind bewaldet, die höher gelegenen
Berge felsig. Es gibt mehrere kleine Läden für die Grundbedürfnisse, ein kleines Restaurant, in dem wir frühstückten und Mittag- und Abend-Essen
einnahmen (gut gewürzt, u.A. Fisch und Rindfleisch), eine Tankstelle und das Krankenhaus.


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Tropfen auf dem heißen Stein- Zahnärztliche Pionierarbeit in der Ferne- Dr. Laubach

 

 das_dwlf_team_klein.jpg Ein Bericht zum Mongoleieinsatz 2011 in Möngönmorit von Dr. Laubach
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Mongoleieinsatz 2011 in Möngönmorit sum

Nach 33-jähriger Tätigkeit als niedergelassener Zahnarzt hatte ich das Bedürfnis, einen kleinen persönlichen Beitrag für eine humanitäre Hilfsorganisation zu leisten. Ein kleiner Artikel in der ZM machte mich auf DWLF (www.dentists-without-limits-foundation.org), eine gemeinnützige Institution, die vor allem die Mongolei unterstützt, aufmerksam. Nach 3 kurzen E-Mail-Kontakten über das Wochenende war die Zusammenarbeit beschlossen, wobei mir die Tragweite meines Entschlusses nicht ganz bewusst war. Mir war nur klar, dass schon viele Kollegen an solchen Einsätzen beteiligt waren und dass ich dies wohl auch schaffen sollte. Ich würde also in die Mongolei reisen, um der dortigen Landbevölkerung meine zahnärztliche Hilfe anzubieten. Die Vorbereitungen gingen los mit Lesen, Umhören und Internet-Recherche.

Schnell stellte sich dann heraus, dass die Reisekosten selbst zu übernehmen waren und dass die zahnärztliche Ausstattung vor Ort unvollständig sein würde. Die Teams wurden von DWLF zusammengestellt und der Einsatzort in der Mongolei festgelegt. Während unserer Einsatzzeit waren noch 5 weitere Teams eingeteilt. Drei Wochen vor uns hatten bereits 6 weitere Teams ihre Einsätze an anderen Orten abgeschlossen. Unserem Team wurde Möngönmorit sum („Sieben Reiter"), ein Ort mit ca. 2500 Einwohnern, wie sich später herausstellen sollte, zugeteilt. Die Mongolei ist aufgeteilt in 21 Aimags, die bei uns Bundesländern entsprechen. In den Aimags gibt es unterschiedich viele Sums, die unseren Kreisstädten ähneln. In den Sums gibt es in der Regel auch ein Krankenhaus.

In unserer Gruppe sollte noch ein gleichaltriger Kollege aus Dresden und eine Bekannte von ihm, die aber nur über wenige zahnmedizinische Kenntnisse verfügte und eine zahnmedizinische Assistentin mit Prophylaxekenntnissen aus der Nähe von Kulmbach in Franken teilnehmen. Mir war sofort klar, dass bei dieser Konstellation neben zahnmedizinischen Herausforderungen auch ein reger Erfahrungsaustausch über die unterschiedlichen Lebensbedingen und Lebensläufe von Menschen aus Ost- und Westdeutschland stattfinden würde. Dies war dann auch der Fall und viele interessante Gespräche fanden zu diesem Thema statt. Mir wurde die Gruppenleitung zugeteilt und mir war ziemlich mulmig, da dies ja mein erster Einsatz war. Aber mit Mut stellte ich mich der Aufgabe. Zusammen mit dem Kollegen stellten wir mit Hilfe von Sponsoren und Eigenmaterial eine zahnärztliche Grundausstattung von Hygieneartikeln, Anästhetika, Füllungsmaterial, Endoinstrumentarium, chirurgischen Spezialinstrumenten u.s.w. zusammen. Also einfach alles, was man als Zahnarzt so braucht. Insgesamt hatten wir für die Gruppe 40 kg Übergepäck bei MIAT, der mongolischen Fluglinie, frei, was wir auch gänzlich ausnutzten. Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen Sponsoren bedanken, die uns bei diesem Einsatz zum Teil sehr großzügig unterstützten. Überwiegend stießen unsere Bitten auf offene Ohren. Nur eine Firma, die mit rot-blau wirbt, sah sich nicht imstande, uns ein paar Kinderzahnbürsten zukommen zu lassen. Nach über 170 E-Mail-Kontakten und unzähligen Telefonaten traf sich unsere Gruppe 2 Wochen vor dem Abflug zu einer letzten Absprache und zu einem persönlichen Kennenlernen in Nürnberg.

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An Interesting Excerpt from the Hard Daily Routine of a Dental Team - Dr. de Teilez
 theile_mongolei__16.8.-4.9.11_240_pix_bild_5.jpg A Summary by Dr. Teilez of the Trip with DWLF in Mongolia, Erdenesant, Aug 16-Sep 4, 2011
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Observation period: 20 days
Location:
Erdenesant (Small town, 250km SW of Ulaanbaator)

Population: Town dwellers with nomadic background; compared to European standard of living, very poor. Diet still predominantly nomadic: airag, yoghurt, milk (horse, goat, sheep, cow, yak), butter, unseasoned cheese, dried yoghurt; meat; white flour products in the form of dough pockets of all kinds, rice; small amounts of cabbage, carrots, very small amounts of other vegetables, practically no FRUIT; water, vodka, and ever and again meat of goat, sheep, cow, yak and horse; sweets are luxuries and are favorite gifts.
Clientele per handler (there were two of us): 185 patients, ca. 120 extractions, 150 fillings, 10 tartar removals, ca. 5 primarily healthy sets of teeth (here I would like to postulate that in the countryside of Mongolia nobody seeks out a dentist ONLY to have his teeth looked at).
Prophylaxis and fluoridation can probably be excluded; basic oral care does seem to be generally practiced, for I found toothbrushes stuck under the roofs of the yurts of even very poor nomads, apparently one for each person. . .
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Mongolische Gastfreundlichkeit und spannende Einsätze- Dr. Langwest
langwest_mongolei_24.7.11_bild_1_240_pxl.jpg  Ein Bericht von Dr. Langwest Mongoleo (Altenshiree/Delgerech) vom 24.7.11 bis 14.8.11 E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 

Unser Einsatz startete an einem Sonntag vom Flughafen Berlin Tegel. Gruppe 1 D bestand aus zwei erfahrenen Zahnärzten, einem gerade fertig gewordenen Zahnarzt, zwei Zahnmedizinstudentinnen und meiner Tochter.
Der Flug nach Ulan Bator dauert lange und so hatten wir genügend Zeit darüber nachzudenken, was uns in den nächsten drei Wochen alles erwarten würde. Natürlich hatten wir vorher telefoniert und uns - so gut es ging - ein Bild vom Land und den Verhältnissen dort gemacht. Aber würde die Realität vor Ort damit etwas zu tun haben?
So eine Reise ist auch immer eine Reise ins Ungewisse. Ich wusste, viele sichere Konstruktionen von zu Hause würden dort nicht funktionieren, aber gerade diese leise Unruhe ist etwas, was für mich wichtig ist in meinem Leben.

Die Ankunft in Ulan Bator war zunächst überschattet von einer Irritation.
Auf dem Flughafen werden mir alle Handschuhe, Anästhetika, Antibiotika und Kanülen weggenommen. Ich kann es nicht glauben. Ich zeige meinen DWLF - Ausweis mit Lichtbild. Alles ist ausschließlich als Geschenk gedacht..., wenn man mich nur ließe. Es ist eine absurde Veranstaltung, und zeigt einmal mehr, dass bornierte Bürokratie keine allein deutsche Untugend ist.
Im Hotel die erste Einsatzbesprechung der fünf Gruppen. Wir machen uns vertraut mit den Kollegen und den technischen Voraussetzungen, den mobilen Einheiten und lernen unseren meisterhaften Dolmetscher Purev kennen.
Unsere Gruppe hat das Privileg, dass wir mit der Transmongolischen Eisenbahn fahren dürfen. Wir freuen wir uns mächtig darauf.

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Zahnärztealltag in der Ferne- Dr. Rasch- Gruppenleiter der Gruppe 1a Tov aimag/Lun sum
rasch_mongolei_23.7.-8.8.11_240_pxl2.jpg  Ein Bericht von Dr. Rasch zum Mongoleiaufenthalt vom 23.07.-08.08.2011
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Nach unspektakulärer  Fahrt  von UB nach Lun Sum kamen wir, Dr. Robotka-Rau, Alexandra Bartholomäus, Elisabeth Eisner, Dr. Rasch und Dolmetscher Tuxu im dortigen Krankenhaus an. Begrüßt wurden wir von der Direktorin, (Bürgermeister und sein Stellvertreter waren nicht erreichbar)  mit Käse, Airag, Tee und Wodka.  Danach wurde uns unser Quartier  gezeigt.
In einem Nebengebäude teilten sich Dr. Robotka-Rau und ihre Kinder sowie Frau Eisner und Frau Bartholomäus einen Raum, Tuxu sowie die mongolischen Zahnärztinnen mit Mann und Kind einen zweiten. Ich wurde im Krankenhaus in einem Zimmer untergebracht.
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